Baugenehmigungen

Neue Bauvorschriften belasten Verwaltung hochgradig

Neue Bauvorschriften belasten Verwaltung hochgradig

Neue Bauvorschriften belasten Verwaltung hochgradig

Paul Sehstedt
Apenrade/Aabenraa
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Wer in Apenrade bauen möchte, muss in diesem Jahr etwas mehr Zeit für den Bauantrag einplanen. Foto: Paul Sehstedt

Verlängerte Bearbeitungszeiten in Apenrade sind Folge gestiegener Anforderungen, sagt kommunaler Chef.

„Die Einarbeitung der neuen Bauvorschriften BR18 hat unsere Verwaltung stark belastet, und daher ist die Bearbeitungszeit für Bauanträge gestiegen“, erklärt Direktor Stig Isaksen von der Abteilung Kultur, Umwelt und Gewerbe der Kommune Apenrade auf Anfrage des „Nordschleswigers".

Der Branchenverband Dansk Byggeri hatte in der vergangenen Woche in einer Erhebung festgestellt, dass die Verwaltung in Apenrade 29 Tage im Durchschnitt für eine Sachbearbeitung benötigt – 7 Tage mehr als im Vorjahr 2017.

„Die neuen Vorschriften machen nicht nur uns, sondern auch den Antragstellern deutlich Probleme, und wir haben sehr viel mehr Zeit für die Beratung gebraucht als üblich“, fährt Isaksen fort.

Das neue Reglement gilt auch für andere Kommunen, z. B. Tondern, und dort liegt die Bearbeitungszeit bei nur 22 Tagen?

„Das kann ich nicht kommentieren, wie Tondern die Bearbeitung handhabt“, antwortet der Direktor. „Ich kann lediglich feststellen, dass eine Bauhochkonjunktur herrscht, und dass wir in Apenrade einen besonders starken Anstieg des Booms verzeichnen können. Wir können natürlich nicht mehr Mitarbeiter im gleichen Takt mit dem augenblicklichen Bedarf einstellen.“

Machen andere Faktoren sich auch bemerkbar?

„Die staatliche Immobilienschätzung forderte einen großen Einsatz, da neue Informationen für eine Aufarbeitung der Daten eingereicht werden sollten“, sagt Isaksen. „Diese Aufgabe verschlang auch viel Zeit.“

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Siegfried Matlok Senior-Korrespondent
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