Neujahrsansprache

Königin: Wir stehen zusammen, wenn es darauf ankommt

Königin: Wir stehen zusammen, wenn es darauf ankommt

Königin: Wir stehen zusammen, wenn es darauf ankommt

dodo
Kopenhagen
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Königin Margrethe II. Foto: Keld Navntoft/Ritzau Scanpix

Traditionell hat die dänische Königin Margrethe ihre Neujahrsansprache im Schloss Amalienborg gehalten. Sie sprach den Bürgern Mut zu und appellierte an alle, angesichts der Corona-Pandemie noch etwas durchzuhalten.

Königin Margrethe II. hat am Donnerstagabend ihre 49. Neujahrsansprache gehalten. Wie üblich gab das dänische Staatsoberhaupt einen Rückblick über die vergangenen zwölf Monate So überraschte es nicht, dass in diesem Jahr Corona das vorherrschende Thema war.

„2020 werden wir nicht vergessen. Es war ein Jahr der Prüfung, aber wir haben gezeigt, dass wir zusammenstehen können, wenn es darauf ankommt, und dass wir trotz Entbehrung und Unsicherheit helle Momente finden“, sagte Margrethe.

Das Virus habe den Alltag aller Menschen in Dänemark verändert, so die Königin. „Es war beängstigend. Es wurde notwendig, Einschränkungen in unserem Alltag einzuführen. Viele, nicht zuletzt die älteren Menschen, mussten auf engen Kontakt mit Familie und Freunden verzichten.“

Viele Menschen hätten unterschiedliche Wege gefunden, den Alltag in der Pandemie zu bewältigen, sagte sie und fand auch einen positiven Aspekt, den die Pandemie mit sich brachte. „Ich denke, viele haben ihre Augen für unsere wunderbare Natur geöffnet. Das Klima hat sich während der Krise verbessert, und es ist wichtig, dass wir uns weiterhin um die Natur kümmern“, so das dänische Staatsoberhaupt.

Sie sprach ihr Mitgefühl für alle aus, die während der Pandemie Verluste erleiden mussten. „Viele mussten mit ansehen, wie ihr Lebenswerk zu Boden fiel. Dies hat mich sehr berührt.“

Die Königin richtete einen besonderen Dank an die Mitarbeiter in den Krankenhäusern, „die seit Beginn in vorderster Reihe gegen das Coronavirus kämpfen.“

Die Regentin appellierte an alle Bürger, noch etwas durchzuhalten. „Lasst uns nicht den Mut verlieren, sondern weiterhin aufmerksam und vorsichtig miteinander umgehen. Eine Freude und Ermutigung ist, dass der Impfstoff nun Realität ist und die Impfungen begonnen haben.“

Auch das Jubiläum zum 100-jährigen Bestehen der dänisch-deutschen Grenze, das in diesem Jahr gefeiert werden sollte, erwähnte die Königin. „Auch ich hatte mich auf die Jubiläumstage im Juli gefreut, aber die Corona-Pandemie machte alles zunichte. Jetzt freuen wir uns auf den kommenden Sommer und hoffen, dass wir dann alles nachholen können“, so Margrethe, die auch einen besonderen Gruß an die Südschleswiger richtete, die durch die Grenzschließungen ein schwieriges Jahr hatten. „Ich hoffe, dass das neue Jahr uns zu dem engen Kontakt zurückbringt, den wir gewohnt sind und der auf beiden Seiten der Grenze so wichtig ist.“

„Jetzt gehen wir in das Jahr 2021. Möge es ein Jahr sein, das uns viele Freuden bringt und in dem wir uns weiterhin daran erinnern, füreinander da zu sein“, sagte Königin Margrethe zum Abschluss ihrer Ansprache.

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