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Neuer Bericht: Jeder fünfte Jugendliche in Dänemark ist übergewichtig

Neuer Bericht: Jeder fünfte Jugendliche in Dänemark ist übergewichtig

Neuer Bericht: Jeder fünfte Jugendliche ist übergewichtig

dodo/Ritzau
Kopenhagen
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Viele Jugendliche in Dänemark haben bereits mehr auf den Rippen als gesund ist. Foto: dpa

Jüngste Untersuchungen zeigen, dass das derzeitige Übergewicht bei 50 Prozent aller Erwachsenen in Dänemark nur der Anfang sein könnte.

Jeder fünfte Jugendliche In Dänemark ist übergewichtig. Bei einem schlechten Bildungsstand der Eltern sogar jedes dritte Kind.

Zu diesem Ergebnis kommt die jüngste Untersuchung des Staatlichen Instituts für Volksgesundheit, nachdem bereits zuvor festgestellt worden war, dass aktuell bereits jeder zweite Erwachsene im Land zu viel auf den Rippen hat.

Line Laub, Chef-Konsulentin bei der Krebshilfeorganisation „Kræftens Bekæmpelse“, spricht von alarmierenden Zahlen.

„Es sind bereits 51 Prozent aller Erwachsenen übergewichtig. Prognosen zu den derzeitigen Ergebnissen zeigen, dass die Zahl in 25 Jahren auf zwei Drittel ansteigen wird. Aber das war vor diesem neuen Bericht. 70 Prozent der übergewichtigen Jugendlichen nehmen dies mit in die Volljährigkeit. Wenn wir diesen Trend nicht umkehren, werden wir künftig noch weit mehr Übergewicht unter den Erwachsenen haben“, so Laub.

Sei man erst einmal übergewichtig, nehmen die Kilos im Laufe der Jahre sehr leicht weiter zu, sagt die Expertin.

Risiko für Krebs steigt

Sie merkt an, dass neben allen bekannten Fettleibigkeitskrankheiten wie Diabetes, Übergewicht auch ein Risikofaktor für mindestens 13 verschiedene Krebsformen ist.

Jährlich erkranken in Dänemark 1.000 bis 1.300 Menschen an Krebs in Verbindung mit Übergewicht.

Pernille Due, Professorin am Staatlichen Institut für Volksgesundheit, meint, dass ein umfassender Einsatz gegen Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen erforderlich ist.

„Für die gesamte Kindheit sind Anstrengungen nötig. Hier und jetzt kann etwas dafür getan werden, dass Kinder weniger Zucker und Fett zu sich nehmen und mehr Bewegung in Institutionen und Schulen erhalten“, sagt Due.

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