Verkehr

Regierung und DF ebnen Weg für mehr Fernbusse

Regierung und DF ebnen Weg für mehr Fernbusse

Regierung und DF ebnen Weg für mehr Fernbusse

Kopenhagen
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Das Unternehmen Flixbus schickt viele Fernbusse von Kopenhagen nach Berlin per Fähre Gedser-Rostock. Inlandsrouten wie zwischen Odense und Kopenhagen dürften künftig in größerer Zahl eingerichtet werden. Im Verkehr Aarhus-Kopenhagen wird die Kattegatfähre genutzt, um verstopfte Autobahnen zu umgehen. Foto: Flixxbus

Künftig soll nur noch eine Mindestreisestrecke von 75 Kilometern vorgeschrieben sein. Die digitalen Servicedienste „Rejesplan“ und „Rejsekort“ verschmelzen.

Transportminister Ole Birk Olesen hat ein Konzept zum Ausbau der privaten Fernbuslinien in Dänemark vorgestellt. Der Minister der Liberalen Allianz (LA) gab bekannt, dass die Regierung und Dänische Volkspartei sich auf eine Liberalisierung des Fernbusmarktes verständigt haben. Künftig wird nur noch verlangt, dass Reisende in Fernbussen eine Mindeststrecke von 75 Kilometern zurücklegen müssen. Bisher hieß es, die Reisenden müssten die Grenzen zweier Verkehrsgesellschaften überqueren oder mit einer Überquerung des Großen Belts verbunden sein. Damit sollte eine Untergrabung der regionalen Buslinien durch die Fernbus-Konkurrenz vermieden werden.

Versorgung von Randgebieten verbessern

Der Minister betont, die Buslinien könnten die Versorgung von Randgebieten verbessern. „Die Fernbusse stellen eine billige Transportform dar, die allen Bürgern dienen, egal ob sie in abgelegenen Gebieten leben oder in Kopenhagen. Die heutigen Abstandsvorschriften favorisieren Fahrten von und nach Kopenhagen. Mit neuen Abstandsanforderungen gibt es mehr Reisen und Kurzreisen. Der LA-Minister unterstreicht, die Mobilität würde insgesamt gestärkt werden.

Kritiker befürchten, die Fernbuslinien könnten die Rentabilität der vorhandenen Eisenbahnstrecken untergraben. Dagegen hält der Minister, es werde mit 600.000 Fernbusreisenden gerechnet, die bisher gar nicht auf Reisen gegangen wären. Einen kleineren Anteil nehme man den Dänischen Staatsbahnen weg. Es werde laut Berechnungen der staatlichen Verkehrsbehörde Trafikstyrelsen ein Verlust von 23 Millionen Kronen bei den DSB erwartet. Immerhin gebe es bei den DSB aktuell Fahrkarteneinnahmen von jährlich 5,5 Milliarden Kronen. Man gehe von einem Wachstum im Fernbusverkehr im Umfang von 38 Prozent aus.

Im Rahmen der Bus-Liberalisierung will der Minister auch eine Verschmelzung der digitalen Reise-Servicedienste Rejseplanen und Rejsekort erreichen.

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