EU-Wahl

Forscher: Niedrige Wahlbeteiligung ein Vorteil für die „grünen“ Parteien

Forscher: Niedrige Wahlbeteiligung ein Vorteil für die „grünen“ Parteien

Forscher: Niedrige Wahlbeteiligung ein Vorteil für die „grün

Aarhus
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Foto: Henning Bagger / Ritzau Scanpix

Bei der jüngsten EU-Wahl lag die Wahlbeteiligung in Dänemark mit 56,3 Prozent im Vergleich zur Parlamentswahl ein Jahr darauf mit 85,8 Prozent, sehr niedrig. Einige Parteien haben dadurch jedoch einen Vorteil, meint ein Forscher.

Wenn die dänischen Bürger am Sonntag zu den Wahlurnen gebeten werden, dann wird die Wahlbeteiligung auf rund 50 Prozent geschätzt. Laut Derek Beach, Politikwissenschaftler der Uni Aarhus, könne dies den „grünen“ Parteien, die sich für das Klima einsetzen wollen, eine gute Wahl bescheren, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau.

„In diesem Wahlkampf denke ich, dass die klimafreundlichen Parteien und die EU-Skeptiker eine gute Wahl erzielen“, so Beach. Schlecht sieht es ihm zufolge für die Sozialdemokraten aus. „Der sozialdemokratische Wähler mit einer kurzen Ausbildung ist einer, der typischerweise bei der EU-Wahl nicht wählen geht“, erklärt der Forscher.

Die Wahlbeteiligung bei der EU-Wahl 2014 lag in Dänemark bei 56,3 Prozent. Doch Beach glaubt, dass bei der Wahl am Sonntag noch weniger Bürger bei den Wahlurnen erscheinen. Die Folketingswahl lege einfach zu dicht an der EU-Wahl.

In der EU liegt die gesamte Wahlbeteiligung durchschnittlich bei 42,6 Prozent, so Ritzau.

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