Covid-19

Corona kostet Dänemark 97 Prozent weniger als befürchtet

Corona kostet Dänemark 97 Prozent weniger als befürchtet

Corona kostet Dänemark 97 Prozent weniger als befürchtet

dodo/Ritzau
Kopenhagen
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Das Finanzministerium unter der Leitung von Finanzminister Nicolai Wammen (Soz.) erwartete im Mai vergangenen Jahres, dass die öffentlichen Finanzen bis 2020 ein Defizit von 160 Milliarden Kronen aufweisen würden. Foto: Philip Davali/Ritzau Scanpix

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Im vergangenen Jahr rechnete die Regierung mit einem Defizit von 160 Milliarden Kronen bei den öffentlichen Finanzen – doch am Ende lag es nur bei 4,3 Milliarden.

Corona ist für die öffentlichen Finanzen bei Weitem nicht so teuer geworden, wie es die Regierung befürchtete, als das Virus vergangenes Jahr Dänemark traf.

Das Minus der öffentlichen Finanzen lag 2020 bei 4,3 Milliarden Kronen.

Dies zeigen neue Zahlen der dänischen Statistikbehörde.

Das Defizit wurde zunächst mit 14 Milliarden Kronen berechnet. Die Anpassung nach oben ist darauf zurückzuführen, dass viele Milliarden für Garantien für Corona-Kredite an Unternehmen bereitgestellt wurden.

160 Milliarden befürchtet

Im Mai vergangenen Jahres rechnete das Finanzministerium mit einem Minus von 160 Milliarden Kronen bei den öffentlichen Finanzen. Im Dezember wurde noch ein Defizit von fast 81 Milliarden erwartet.

Dass es nicht so teuer wurde wie erwartet, liegt unter anderem daran, dass die Krise nicht so schlimm ausfiel wie befürchtet, und die Regierung sich dafür entschied, eingefrorenes Urlaubsgeld auszuzahlen, sagt Ökonom Las Olsen von der Danske Bank.

„Die Krise war nicht so schlimm, wie das Finanzministerium gedacht hatte. Gleichzeitig hat die Auszahlung des Urlaubsgeldes dazu geführt, dass die Wirtschaft mit eigenem Geld statt mit öffentlichen Geldern angekurbelt wurde, während in vielen anderen Ländern die öffentlichen Finanzen direkter verwendet wurden“, so Olsen.

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