Soziales

Mehrheit genehmigt umstrittenen „Ghettoplan“

Mehrheit genehmigt umstrittenen „Ghettoplan“

Mehrheit genehmigt umstrittenen „Ghettoplan“

jt
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Vollsmose in Odense Foto: Lars Laursen/Ritzau Scanpix/Biofoto

Ein neuer Plan der dänischen Regierung sieht vor, dass höchstens 40 Prozent eines sozial belasteten Gebietes mit Wohnblöcken bebaut sein darf. Am Donnerstag wurde der Plan im Parlament genehmigt.

Die sogenannten „Ghettos“ in Dänemark stehen vor grundlegenden Veränderungen. Ein neuer Gesetzesvorschlag der dänischen Regierung wurde am Donnerstag am Parlament genehmigt, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau.

Dieser besagt, dass höchstens 40 Prozent der sozial belasteten Gebiete mit den derzeitigen Wohnblöcken bebaut sein dürfen. Doch Kritiker des neuen Gesetzes haben bedenken, dass die sozialen Probleme damit nicht verschwinden. Eine der Kritikerinnen ist die Fraktionsvorsitzende der Einheitsliste, Pernille Skipper.

„Wie kann man Leute unter die Arme greifen, indem man Wohnungen verkauft oder gar abreißt? Dort wohnen Menschen, die sich nicht einfach eine Eigentumswohnung leisten können“, so Skipper und ergänzt: „Derzeit hat keiner der Verantwortlichen vorgeschlagen, wo diese Leute in Zukunft wohnen sollen.“

Das neue Gesetz wurde Anfang Oktober präsentiert und seitdem justiert. Neben der Regierung stimmten, nach einer anderthalb stündigen Debatte im Parlament, die Dänische Volkspartei, die Sozialdemokraten und die Volkssozialisten für den „Ghettoplan“, so Ritzau.

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Volker Heesch Hauptredaktion
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