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Iran warnt den Westen vor Flottenentsendung

Iran warnt den Westen vor Flottenentsendung

Iran warnt den Westen vor Flottenentsendung

Ritzau/hm
London/Teheran/Kopenhagen
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Eine britische Fregatte begleitet zwei Tanker, unter britischer Flagge fahrend, in der Straße von Hormus. Foto: Mod/EPA/Ritzau Scanpix

Der Iran wird europäische Marineeinheiten im Persischen Golf als Provokation auffassen. Über eine solche Entsendung denkt der dänische Außenminister aber positiv.

Der britische Vorschlag, eine europäische Marineoperation im Persischen Golf zum Schutz der Handelsschifffahrt durchzuführen, hat am Sonntag zu scharfer Kritik des Irans geführt. Sollten Marineeinheiten Tankschiffe in dem Gebiet eskortieren, werde dies als Provokation aufgefasst, so der iranische Regierungssprecher Ali Rabiei. Er betonte, eine solche Aktion werde die Spannungen weiter erhöhen.

Der dänische Außenminister Jeppe Kofod (Sozialdemokraten) zeigt sich im Hinblick auf die derzeitige Situation besorgt, steht laut Nachrichtenagentur Ritzau aber dem Vorschlag Großbritanniens positiv gegenüber.

Großbritannien hatte in Gibraltar einen iranischen Öltanker an die Kette gelegt, weil dieser, so der Vorwurf, gegen europäische Sanktionen verstoßen hat. Daraufhin kam es zu Zwischenfällen in der Straße von Hormus, die von großer Bedeutung im internationalen Ölhandel ist. Zuletzt besetzten iranische Kräfte einen britischen Tanker und zwangen diesen, einen iranischen Hafen anzulaufen. Nachdem die USA das Atomabkommen mit dem Iran gekündigt haben und Sanktionen gegen das Land verhängten, steht der Iran wirtschaftlich stark unter Druck.

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