Mensch & Umwelt

Klimarat setzt Regierung unter Druck

Klimarat setzt Regierung unter Druck

Klimarat setzt Regierung unter Druck

Ritzau/hm
Kopenhagen
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Foto: dpa (Symbolfoto)

Regierungschefin Mette Frederiksen (Sozialdemokraten) möchte das Klimagesetz vor Weihnachten unter Dach und Fach haben. Der Klimarat, ein unabhängiges Organ der Regierung, warnt vor Papierlösungen und mahnt eine echte Reduktion des Treibhausgas-Ausstoßes an.

Das Klimagesetz soll, so der Wunsch der Regierungschefin Mette Frederiksen (Sozialdemokraten), vor Weihnachten vom Parlament bestätigt werden.

Der Klimarat schlägt vor, schärfere Regeln für die Nutzung von Biomasse zu erlassen und sogenannte „Schreibtischübungen bei CO2-Rechenschaften“ zu verbieten. Reduktionen nur auf Papier taugten nichts, so der Vorsitzende des Klimarates, Professor Peter Møllgaard. Das Klimagesetz müsse zu einer reellen Reduktion der Treibhausgasemission führen. Der Klimarat warnt, dass Dänemark nicht nur durch einen internationalen Emissionshandel seine Klimaweste reinwäscht.

Der Klimarat sieht auch das Heizen mit Biomasse, wie etwa mit Holzpellets, kritisch. Dieses Heizen sei in Dänemark nicht immer klimaneutral, so der Rat. Peter Møllgaard bezweifelt, dass die Verwendung von Biomasse nachhaltig ist.

Die sozialdemokratische Regierung hat sich mit ihren Unterstützerparteien im Parlament das Ziel gesetzt, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2030 um 70 Prozent zu reduzieren im Vergleich zu 1990. Klimaminister Dan Jørgensen (Sozialdemokraten) zeigt sich erfreut, dass der Klimarat dieses Ziel unterstützt.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Mutiges Museum“