Wirtschaft

Harter Brexit oder weiche Landung: Fuhrunternehmer halten den Atem an

Harter Brexit oder weiche Landung: Fuhrunternehmer halten den Atem an

Fuhrunternehmer halten den Atem an

jt
Kopenhagen
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Foto: Photo by Nigel Tadyanehondo on Unsplash

Unter den dänischen Fuhrunternehmern breitet sich eine gewisse Nervosität und Unsicherheit aus. Ein harter Brexit könnte schwerwiegende Folgen für ihre Branche bedeuten, befürchtet die Branche nach Gewerkschaftsangaben.

Endet der Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union ohne eine Absprache? Die dänischen Speditionen und Fuhrunternehmen warten gespannt – denn die Folgen für den internationalen Güterverkehr könnten verheerend werden, berichtet das Gewerkschaftsmagazin „Fagbladet 3F“.

Die Brexit-Verhandlungen laufen weiter auf Hochtouren. Der Ausstieg kann entweder hart und ohne eine Vereinbarung sein oder „weich“ mit einer guten Absprache für die Wirtschaft – wenn Großbritannien sich von der EU abgeschottet hat.

„Die Frage, wie viele Transportaufgaben sie im Falle eines harten Brexits verlieren könnten, bereitet den Fuhrunternehmern schlaflose Nächte. Ein solches Szenario wäre schon in naher Zukunft möglich“, erklärt der Abteilungsleiter der Branchenorganisation des internationalen Güterverkehrs ITD, Jørn-Henrik Carstens.

Eine weitere Sorge der Speditionen ist das mögliche Zollchaos, das sich beim Austritt aus der EU an den Grenzen Großbritanniens abspielen wird. „Ein Schreckensszenario wären 15 Kilometer lange Staus an der Grenze. Und was soll ein Lkw-Fahrer einen ganzen Tag im Stau, fernab eines Rasthofes oder einer Toilette machen?“, fragt sich Carstens. Er unterstreicht, dass die Unsicherheit der Fuhrunternehmer bezüglich des Brexits bereits drei Jahre andauert.

„Ein harter Brexit wäre wohl das Schlimmste, was passieren könnte. Aber auch bei einem EU-Ausstieg mit Vereinbarung werden wir die Folgen zu spüren bekommen“, so der Abteilungsleiter gegenüber „Fagbladet 3F“.

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