Politik

Millionen für mehr Sicherheit an Arbeitsplätzen

Millionen für mehr Sicherheit an Arbeitsplätzen

Millionen für mehr Sicherheit an Arbeitsplätzen

Kopenhagen
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460 Millionen Kronen zusätzlich werden für die Stärkung des Einsatzes der Arbeitsaufsichtsbehörde „Arbejdstilsyn“ bereitgestellt. Foto: Karin Riggelsen

Viele, oft auch tödliche Arbeitsunfälle haben die Öffentlichkeit aufgeschreckt. Jetzt reagieren Regierung und Parlament auf Empfehlungen eines Expertenausschusses.

Seit Jahren hat es vor allem vonseiten der Gewerkschaften und der Opposition Kritik an Einsparungen im Bereich der Arbeitsaufsichtsbehörden gegeben. Viele, oft auch tödliche Arbeitsunfälle haben die Öffentlichkeit aufgeschreckt. Jetzt reagieren Regierung und Parlament auf Empfehlungen eines Expertenausschusses, der unter Beteiligung von Politik, Gewerkschaften und Arbeitgebern das Thema Arbeitsschutz durchleuchtet haben.

Es werden zusätzlich 460 Millionen Kronen für die Stärkung des Einsatzes der Arbeitsaufsichtsbehörde „Arbejdstilsyn“ bereitgestellt. Dabei sollen nicht nur die physischen Arbeitsbedingungen, sondern auch die psychischen Bedingungen an den Arbeitsplätzen verbessert werden.

Intensivere Kontrollen ausländischer Unternehmen

Ein Schwerpunkt der intensiveren Kontrollen sollen ausländische Unternehmen sein, die z. B. bei Einsatz auf dänischen Arbeitsplätzen laxen Umgang mit den strengen dänischen Schutzbestimmungen gezeigt haben. So starben vermehrt ausländische Beschäftigte durch Arbeitsunfälle auf Baustellen. Außer von den Regierungsparteien wird die Vereinbarung für mehr Arbeitssicherheit auch von den Sozialdemokraten, der Dänischen Volkspartei, Alternativen, Radikaler Venstre und SF unterstützt.Teil des Konzeptes ist eine Intensivierung der Kontrollen vor allem in Branchen, in denen es gehäuft zu Arbeitsunfällen kommt oder Mitarbeiter durch ein ungünstiges psychisches Arbeitsmilieu belastet werden.

Beschäftigungsminister Troels Lund Poulsen (Venstre) dankte den Unterstützerparteien und erklärte, dass es sicher und ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen möglich sein soll, in Dänemark einer Arbeit nachzugehen, unabhängig von der Branche, in der man tätig ist. „Wir haben dick unterstrichen, dass wir den Einsatz zum Arbeitsschutz ernst nehmen. Und so haben wir die Mittel aufgetrieben, um der Arbeitsaufsicht mehr Geld für deren Einsatz zu bewilligen. Dazu zählt die Kontrolle ausländischer Unternehmen, damit wir ordentliche Bedingungen auf dem dänischen Arbeitsmarkt sicherstellen“, so Troels Lund Poulsen.

Der beschäftigungspolitische Sprecher der Sozialdemokraten, Leif Jahn Jensen, äußerte sich erfreut darüber, dass die Regierung nach jahrelangen Einsparungen nun auch bereit ist, die Arbeitsaufsicht und den Einsatz für gute Arbeitsverhältnisse wiederherzustellen.

Bent Bøgsted von der Dänischen Volkspartei lobte die Aussicht auf Werkzeuge zur Verbesserung der psychischen Arbeitsbedingungen an den Arbeitsplätzen. Laura Lindahl von der Liberalen Allianz äußerte sich zufrieden mit der Vereinbarung, überholte, unklare Vorschriften im Bereich Arbeitsschutzbestimmungen zu streichen.

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