Folketingswahl 2019

Reaktionen und Stimmen zur Wahl

Reaktionen und Stimmen zur Wahl

Reaktionen und Stimmen zur Wahl

Kopenhagen
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Neun Mandate gewonnen, doch die Wahl trotzdem verloren: Freude und Trauer waren bei Venstre-Chef Lars Løkke Rasmussen am Mittwochabend eng beieinander. Foto: Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix

Die Folketingswahl ist vorbei. Tränen, sowohl der Freude als auch der Enttäuschung sind am Mittwochabend geflossen. Hier die Reaktionen von Gewinnern und Verlierern.

Obwohl Venstre mit neun hinzugewonnen Mandaten eine historisch gute Wahl hinlegen konnte, musste Regierungschef Lars Løkke Rasmussen einsehen, dass der blaue Block die Wahl verloren hatte. Er kündigte an, am Donnerstagvormittag bei der Königin vorstellig zu werden und die Wahlniederlage anzuerkennen.

„Wir hatten eine fantastische Wahl, doch die Macht ist geteilt. Deshalb habe ich Mette Frederiksen angerufen und ihr mitgeteilt, dass ich um 11 Uhr zur Königin gehen und ihr vom Wahlergebnis erzählen werde“, sagte Løkke in der Nacht.

„Ein Wermutstropfen ist dabei. Wir stehen hier mit dem größten Mandatszuwachs aller Parteien, und haben trotzdem den bittersüßen Geschmack im Mund, dass die blauen Parteien insgesamt schwächer sind“, so der Venstre-Chef.

Riesige Freude herrschte kurz nach Mitternacht bei den Sozialdemokraten. Partei-Chefin Mette Frederiksen richtete das Wort an die Wähler: „Ihr habt gewählt, dass Dänemark eine neue Mehrheit haben soll, dass Dänemark eine neue Richtung einschlagen soll. Das ist ein historisch großer Sieg“, so Frederiksen angesichts der 91 Mandate, die der rote Block erringen konnte.

Eine Erdrutschwahl erlebte hingegen die Dänische Volkspartei. 21 Mandate wurden im Vergleich zur Wahl von 2015 eingebüßt. Der Parteivorsitzende Christian Thulesen Dahl gab sich nach der Wahl gefasst. „Wir wurden von den Wählern abgestraft, und das nehmen wir zur Kenntnis. Das war zu erwarten. Ich muss die Verantwortung als Vorsitzender übernehmen“, so der DF-Chef.

Ärger herrschte auch bei den Alternativen, die vier ihrer neun Mandate verloren. „Ich bin stinksauer und muss sagen, dass es ein harter Schlag ist, dass wir drei Prozent der Stimmen nach 4,9 Prozent bei der letzten Wahl bekommen haben“, sagte Parteivorsitzender Uffe Elbæk in der Nacht.

Endergebnis der Folketingswahl 2019 Foto: Grafik: Lana Riedel
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