Wirtschaft

Siemens Energy streicht 7.800 Stellen weltweit

Siemens Energy streicht 7.800 Stellen weltweit

Siemens Energy streicht 7.800 Stellen weltweit

Paul Sehstedt
Ballerup/München/Brande
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Siemens Energy
Siemens-Werbung beim Börsengang im September an der Frankfurter Börse Foto: Ralph Orlowski/Reuters/Ritzau Scanpix

Die Niederlassung in Ballerup befindet sich im Aufwärtstrend und ist nicht von den Sparmaßnahmen betroffen.

Der deutsche Energiekonzern Siemens Energy, München, baut, um Kosten zu sparen, weltweit 7.800 Stellen ab, davon 4.800 im Ausland. Die dänische Abteilung Siemens Energy A/S in Ballerup ist von den Sparmaßnahmen jedoch nicht betroffen.

„Wir arbeiten mit Volldampf im Kessel an der Umstellung zur grünen Energie“, erklärt Peter Weinreich-Jensen, Direktor von Siemens Energy A/S auf Anfrage des ‚„Nordschleswigers“. „Unser Mitarbeiterstab liegt bei unter 100 Personen, die fast ausschließlich mit Umstellungsprojekten beschäftigt sind.“

In Vejle befindet sich ein zusätzlicher Standort in Dänemark, der laut Weinreich-Jensen mit einer kleinen Mitarbeitergruppe ausgestattet ist. „Unser Geschäft ist deutlich im Aufwind, und selbst langfristig sehe ich keinen Personalabbau bei uns“, sagt er.

„Die wechselnde Marktlage zwingt Siemens Energy zu einer Anpassung im Personalbereich, und es soll sich Ende des Geschäftsjahres am 30. September zeigen, ob die Maßnahmen gegriffen haben“, fährt Weinreich-Jensen fort. „Wir bleiben zum Glück von Einschneidungen verschont.“

„Siemens Gamesa ist von den Stellenabbauplänen nicht betroffen“, berichtet Frederikke Tømmergaard, Pressesprecherin der dänischen Niederlassung in Brande. Das Unternehmen ist in der Windradtechnologie aktiv und beschäftigt über 5.000 Mitarbeiter an den Standorten Aalborg, Vejle und Brande.

Der Münchener Konzern hat schon angekündigt, sich nicht mehr an Neuausschreibungen für Kohlekraftwerke zu beteiligen. Dadurch erhofft sich der Technologiekonzern, bis 2023 insgesamt die Kosten um 300 Millionen Euro senken zu können.

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