Wirtschaft

Wenige Senioren arbeitslos, aber mehr ältere Langzeitarbeitslose

Wenige Senioren ohne Job, mehr langzeitarbeitslos

Wenige Senioren arbeitslos – aber mehr ältere Lanzeitarbeit

Kopenhagen
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Ältere Arbeitslose landen im Jobcenter – auf dem Foto das Joncenter Tondern – in der Abteilung Langzeitarbeitslose. Unternehmen sperren sich, Senioren einzustellen. Foto: Volker Heesch

Viele Unternehmen möchten ältere Mitarbeiter halten. Personalchefs stellen aber oft keine neuen Mitarbeiter ein, die älter als 60 sind.

Laut aktueller Statistiken zur Arbeitslosigkeit in Dänemark sind relativ wenige Arbeitnehmer über 60 (3,6 Prozent) arbeitslos. Doch wer über 60 ist und seine Arbeit verliert, hat es oftmals schwer, wieder in Arbeit zu kommen.

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Die Zeitung „Politiken“ berichtet, dass nur jeder dritte Arbeitnehmer, der älter als 60 ist, nach Verlust des Jobs innerhalb von zwölf Monaten wieder einen Arbeitsplatz gefunden hat.

Absurde Altersdiskriminierung

Trotz der vielen Berichte über fehlende Arbeitskräfte in der Wirtschaft nimmt die Langzeitarbeitslosigkeit unter den älteren Arbeitnehmern zu. Der frühere Gewerkschaftsboss Harald Børsting, der die Regierung in Sachen Senioren auf dem Arbeitsmarkt berät, spricht von einer absurden Altersdiskriminierung.

Während man oft in Unternehmen versucht, ältere Kolleginnen und Kollegen von einem Ausscheiden abzuhalten, sperrten sich viele Unternehmen, neue Mitarbeiter einzustellen, die über 60 sind. Dabei verfügten viele der Senioren über sehr hohe Qualifikation. Bei der Organisation Ældre Sagen warnt man vor einer überholten Sicht auf ältere Beschäftigte. Diese seien durchweg nicht weniger produktiv als jüngere Kollegen.

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