Gefährliche Keime

Internationales Forschungszentrum entsteht in Dänemark

Internationales Forschungszentrum entsteht in Dänemark

Internationales Forschungszentrum entsteht in Dänemark

Kopenhagen/Seattle
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Gesundheitsministerin Ellen Trane Nørby (Venstre) Foto: Mads Claus Rasmussen / Ritzau-Scanpix

Bis zu 500 Forscher aus dem In- und Ausland sollen den Kampf gegen die Antibiotikaresistenz aufnehmen. Von dänischer Seite hat Gesundheitsministerin Ellen Trane Nørby (V) im amerikanischen Seattle mit ihrer Unterschrift den Startschuss für das Zentrum gegeben.

Info Antibiotikaresistenz

- Antibiotika spielen eine Schlüsselrolle bei der Behandlung von Infektionen.

- Eine Resistenz gegenüber Antibiotika führt mit sich, dass das Medikament wirkungslos wird.

- In Dänemark wird versucht, den Verbrauch von Antibiotika einzuschränken, denn durch den hohen Einsatz entsteht die Resistenz.

- Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass antibiotikaresistente Bakterien im Jahr 2050 für mehr Todesfälle verantwortlich sein werden, als Krebs.

„Die Resistenz von Bakterien gegenüber Antibiotika ist eine große Gefahr für die Menschen”, sagte die dänische Gesundheitsministerin Ellen Trane Nørby nach der Unterschrift für ein Zentrum, in dem bis zu 500 Forscher aus Dänemark und der Welt untersuchen sollen, wie sich die Resistenz bekämpfen lässt. Die Unterschrift gab sie in Seattle. Den Plan ein solches Zentrum zu errichten, besteht schon seit längerem. Unter anderem ist die Weltbank daran beteiligt. Jedoch stand bisher nicht fest, wo es errichtet werden sollte.

Das Forschungszentrum mit dem vorläufigen Namen „The International Centre for Interdisciplinary Solutions om AMR” wird in Kopenhagen entstehen.

In Dänemark wird die Resistenz der Bakterien vor allem in der Schweinezucht auch auf Menschen übertragen. Umwelt- und Nahrungsmittelminister Jakob Ellemann-Jensen (V) ist deshalb froh, dass Dänemark eines der führenden Länder in der Bekämpfung werde.

Wie hoch die Investitionen in das Forschungszentrum sein werden, steht noch nicht fest. Sicher sei jedoch, so Ellemann-Jensen, dass sich andere Nationen und Organisationen beteiligen müssten, um das Projekt umzusetzen.

Jedes Jahr sterben 700.000 Menschen an den Folgen der Antibiotikaresistenz.

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