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Luxemburgs Altgroßherzog Jean in Familiengruft beigesetzt

Luxemburgs Altgroßherzog Jean in Familiengruft beigesetzt

Luxemburgs Altgroßherzog Jean in Familiengruft beigesetzt

Luxemburg
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Königin Margrethe II. am Sonnabend in Luxemburg Foto: John Thys / AFP / Ritzau Scanpix

Das Staatsbegräbnis für Luxemburgs früheren Großherzog Jean vereinte das kleine Land in tiefer Trauer. Aber es war auch ein Treffen von Königen und Prinzen, wie es das nur selten gibt. Quasi der komplette europäische Hochadel war vertreten.

Altgroßherzog Jean von Luxemburg ist am Sonnabend mit einem Staatsbegräbnis beigesetzt worden. Seine letzte Ruhe fand er in einer Familiengruft in der Krypta der Kathedrale Notre-Dame in der luxemburgischen Hauptstadt. Bei der Trauerfeier würdigte Erzbischof Jean-Claude Hollerich den früheren Staatschef: „Er war ein Mann von diskreter Wohltätigkeit und Liebe.“ Jean habe als Großherzog „ohne Geschrei und ohne Gefühlsduseligkeit“ gelebt. „Seine Fröhlichkeit wird uns fehlen“, sagte Hollerich.

Zu dem Gottesdienst waren unter anderem amtierende Monarchen aus Belgien, Dänemark, Norwegen, Schweden und Monaco sowie frühere Könige und Königinnen aus Spanien und den Niederlanden angereist. Jean von Luxemburg war von 1964 bis 2000 Staatschef des Großherzogtums – und sehr beliebt. Er war am 23. April im Alter von 98 Jahren gestorben.

Tausende Luxemburger trotzten dem nasskalten Wetter und erwiesen dem früheren Großherzog die letzte Ehre: Sie säumten die Straßen um die Kathedrale und verfolgten eine Live-Übertragung der Trauerfeier auf eine Großbildleinwand auf dem zentralen Paradeplatz. An den Häusern wehten Flaggen mit schwarzem Trauerflor, in den Schaufenstern der Geschäfte erinnerten Porträtfotos an den Verstorbenen. Luxemburg ist das einzige Großherzogtum der Welt. Es hat rund 600.000 Einwohner.

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