Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

DN
Apenrade/Aabenraa
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Foto: Roland Weihrauch/dpa (Symbolfoto)

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Umstrittenes System wird zurückgezogen

Unterrichtsministerin Riisager zieht nach technischen Problemen vorerst die Notbremse. Nur 8.000 von 50.000 Gymnasiasten wollten vergangene Woche nach heftigen Protesten gegen ein Überwachungssystem der Schülercomputer als Versuchskaninchen agieren, für das das Ministerium gegenüber Schülern und Lehrern eingestanden war. Jetzt wird soll es überholt werden – und im Sommer bei den Prüfungen wird es nicht eingesetzt.

Die Börse am Dienstag

Kursrekorde bei Ørsted und Carlsberg haben am Dienstag für ein solides Plus im Gesamtindex gesorgt: Der C25 stieg um 0,7 Prozent auf 1.112,03, leicht über dem Europatrend. Carlsberg kletterte auf 829,40 Kronen (plus 0,68 Prozent) und Ørsted auf 509,60 Kronen (plus 1,88 Prozent). Der eigentliche Gewinner aber war FLSmidth mit einem Anstieg um 3,6 Prozent auf 311,80 Kronen – nach herben Verlusten vergangene Woche.

Dänemark mit zentraler Rolle bei UN-Klimagipfel

UN-Generalsekretär António Guterres hat die dänische Regierung gebeten, beim kommenden Klimagipfel in New York die Energiesparte zu leiten. Das erklärt der dänische Regierungschef Lars Løkke Rasmussen (Venstre) am Dienstag im Folketinget, wie die Nachrichtenagentur Ritzau berichtet. „Darauf können wir stolz sein“, so der Regierungschef.

Umweltministerium möchte einheitliche Einsammlung von Wertstoffen aus dem Abfall

Das dänische Umweltministerium strebt eine Vereinheitlichung der Einsammlung von Wertstoffen aus dem Abfall an. Eine Untersuchung hat gezeigt, dass die Kommunen Kunststoffe, Metalle oder Glas in sehr unterschiedlicher Weise als wertvollen Stoffe von den Bürgern heraussortieren lassen. Das führt dazu, dass die Wiederverwertungsfirmen mit verschiedenen Materialien beliefert werden. Viele der eingesammelten Stoffe können deshalb nicht optimal wiederverwertet werden. Oft werden Kunststoffe weiterhin verbrannt.

Zahl der Metzger und Fischhändler rekordniedrig

Spezielle Wurstsorten und deftige Lachsfilets. Das sind unter anderem Nahrungsmittel, die den Kunden in Metzger-Geschäften und bei Fischhändlern angeboten werden. Doch weil viele nicht den Mut haben, ein eigenes Geschäft dieser Fachgruppen zu eröffnen, werden im schlimmsten Falle mehrere Städte in Zukunft ohne solche Spezialläden dastehen. Das berichtet der Arbeitgeberverein Danske Slagtermestre in einer Pressemitteilung.

Trinkwasserschutz: Keine Zeit vergeuden

Die Kommunen in Dänemark müssen schnellstmöglich die neuen Initiativen zu mehr Trinkwasserschutz einführen. Das meint der dänische Umwelt- und Nahrungsmittelminister Jakob Ellemann-Jensen (Venstre). Er hat einen Brief an die Kommunen verschickt, worin er diese dazu auffordert, sicherzustellen, dass in Zukunft bei Trinkwasserbohrungen nicht gespritzt wird. „Mein Ziel ist es, dass die Kommunen, obwohl das Gesetz erst ab 2020 gilt, jetzt schon anfangen, ihr Trinkwasser zu schützen. Wenn die Kommunen jetzt schon bereit sind, dann ist es sinnlos zu warten“, so Ellemann-Jensen.

Analyse: Løkkes Gesundheitsreform verschlechtert das Gesundheitswesen

Laut einer Antwort des Finanzministeriums müssten bis 2025 etwa 12,5 Milliarden Kronen mehr für die Gesundheit der Bürger bereitgestellt werden, um den derzeitigen Standard zu halten. Der Grund dafür liegt in der demografischen Entwicklung. Es wird immer mehr ältere Menschen im Land geben, die mehr medizinisches Personal und Medikamente benötigen. Das geht aus einer Analyse der Interessenorganisation Arbejderbevægelsens Erhvervsråd hervor.

Weniger Sozialhilfeempfänger

Auch im Dezember fiel die Zahl der Sozialhilfeempfänger in Dänemark. Das zeigen neue Zahlen der dänischen Statistikbehörde. „Im Laufe der vergangenen drei Jahre ist die Zahl der Sozialhilfeempfänger durchschnittlich um 1.200 Personen pro Monat gesunken“, schreibt die Behörde. Im Dezember haben 129.000 Personen Sozialhilfe bezogen. Das waren 1.000 weniger im Vergleich zum November.

Tag der offenen Tür bei Løkke

Ein Großteil der Staatsminister-Residenz Marienborg ist renoviert worden. Deshalb wird am 16. und 17. März ein Tag der offenen Tür gefeiert. Das berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau. Somit können Bürger einen Eindruck von der Residenz des dänischen Regierungschefs Lars Løkke Rasmussen (Venstre) bekommen. Seit 1962 werden die dänischen Staatsminister in Marienborg untergebracht.

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