Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

DN
Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Außenminister Jeppe Kofod schickt Soldaten in der Persischen Golf – und wird damit für Spannungen zwischen der EU und dem Iran sorgen, meint ein Experte. Foto: Philip Davali / Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Börsenbericht

Kopenhagen Meldungen, es bahne sich eine Lösung im Handelskonflikt zwischen den USA und China an, sorgten am Freitag für Auftrieb an den Börsen. An der Kopenhagener Börse schloss der Leitindex C 25 allerdings nur 0,1 Prozent über dem Vortagsniveau. Mit einem Schlusstand von 1.234,91lag der Index aber fast wieder auf Rekordniveau. Positiv wirkte auf die Investitionslust auch das Wahlergebnis in Großbritannien, da nun weniger Unsicherheit herrsche, was sich jenseits des Kanals tut. Die Aktien von Danske Bank und Jyske Bank legten um 3,8 und 1,5 Prozent zu. Ritzau

 

Britische Wahlergebnisse schlecht für die dänische Fischerei

Der Politiker der Konservativen, Boris Johnson, errang den Sieg bei den jüngsten britischen Wahlen. Und er hat den Briten einen raschen Austritt aus der EU versprochen. Bis zum 31. Januar 2020 wird das Vereinigte Königreich die EU verlassen. Dies könnte bedeuten, dass dänischen Fischern ab dem 1. Januar 2021 der Zugang zu britischen Gewässern untersagt wird, sofern kein Fischereiabkommen innerhalb der EU geschlossen wird. Das schreibt „Fagbladet 3F“.

 

Terrorfall: Drei auf freiem Fuß

Drei Personen, die in einer groß angelegten Polizeiaktion Mittwochabend festgenommen wurden, sind wieder auf freiem Fuß. Das bestätigte das Kopenhagener Stadtgericht am Freitag. Laut Gericht hatte sich der Verdacht gegen die Personen nicht erhärtet. Ihnen wurde vorgeworfen, Waffen für eine Terroraktion in Dänemark oder im Ausland gekauft zu haben. Zwei weitere Personen werden hingegen bis zum 8. Januar in U-Haft bleiben, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau.

 

Falck muss 30 Millionen Kronen Bußgeld zahlen

Der Bios-Fall wird für Falck immer teurer: Nachdem das Unternehmen im Juni dazu verpflichtet wurde, 152,5 Millionen Kronen Entschädigung an den Rettungsdienst Bios zu zahlen, kommen nun nach einer Verurteilung des Kopenhagener Stadtgerichtes weitere 30 Millionen Kronen Bußgeld wegen Verletzung des Wettbewerbsgesetzes hinzu.

 

Ahlers: Die Ausländerpolitik muss auf zwei Beinen stehen

Venstre will sich in Sachen Ausländerpolitik künftig neu ausrichten. Der Vorsitzende des Entwicklungsausschusses und Mitglied der Parlamentsfraktion, Tommy Ahlers, sagte zur Nachrichtenagentur Ritzau, dass die internationale Zusammenarbeit in Zukunft wieder stärker in den Fokus gerückt werden soll. „Die Ausländerpolitik muss auf zwei Beinen stehen. Zuletzt war der Fokus nur auf eins gerichtet, darauf, auf Dänemark aufzupassen. Es gibt allerdings auch noch einen anderen Teil, den der internationalen Zusammenarbeit. Um diesen haben wir uns nicht genug gekümmert“, so Ahlers. Man dürfe die Debatten nicht immer nur danach führen, wie Dänemark aus den jeweiligen Fällen am meisten herausschlage, sondern wie man ein Teil der internationalen Gemeinschaft sein könne, sagte Ahlers.

 

Experte: Dänischer Auslandseinsatz bringt Spannungen mit dem Iran

Die dänische Teilnahme an einer militärischen Mission in der Straße von Hormus wird große Spannungen zwischen der EU und dem Iran verursachen, und eine Aufrechterhaltung des Atomabkommens erschweren. Dieser Meinung ist Claus Valling Pedersen. Er ist Dozent in Persisch an der Kopenhagener Universität und langjähriger Iran-Kenner. „Dies wird Zorn hervorrufen und als Eingriff in die iranischen Angelegenheiten angesehen werden. Der Iran betrachtet die Straße von Hormus als sein Hoheitsgebiet“, so Pedersen zu Ritzau. Am Donnerstag hatte Außenminister Jeppe Kofod (Sozialdemokraten) bekannt gegeben, dass die Regierung eine Fregatte, einen Helikopter und 155 Soldaten in die für den Welthandel strategisch wichtige Straße von Hormus entsenden wird. Auch Frankreich und die Niederlande beteiligen sich an der Mission.

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