Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

DN
Apenrade/Aabenraa
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Foto: dpa

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Die Börse am Mittwoch

Eine schlechte Bilanz wurde dem Kurs der Aktie von Chr. Hansen am Mittwoch zum Verhängnis: Um satte 6,82 Prozent ging der Kurs auf Tauchfahrt bis auf 639 Kronen. Der C25-Index insgesamt hielt sich dagegen wacker – bei einem Fall von 0,01 Prozent auf 1.146,94 Zähler.
Mærsk ist es zu danken, dass der Index nicht deutlicher abfiel. Die B-Aktie stieg um 0,4 Prozent auf 9.892 Kronen.

Medizinisches Cannabis: 2018 rund 1.400 Rezepte verschrieben

Rund 1.400 Bürger haben im vergangenen Jahr ein Rezept auf medizinisches Cannabis verschrieben bekommen. Das zeigen neuen Zahlen der dänischen Statistikbehörde Danmarks Statistik. Insbesondere in den letzten Monaten des Jahres waren die Ärzte fleißige Rezepte-Verteiler. Einen Grund dafür sieht die dänische Gesundheitsdatenbehörde an der wachsenden Auswahl an Cannabis-Produkten. Bis September 2018 waren lediglich zwei Cannabis-Tees im Angebot. Das Angebot ist nun um sechs weitere Produkte ergänzt worden, so die Behörde. Die meisten Nutzer der Produkte sind Patienten mit Nervenschmerzen.

Ministerium kannte Fehler in nationalen Tests

Die dänische Unterrichtsbehörde hat seit 2016 gewusst, dass über die Hälfte der nationalen Tests von Volksschülern fehlerhaft waren. Das zeigt ein Bericht des Ministeriums vom 26. Februar 2016, berichtet die Tageszeitung „Politiken“. Demnach analysierte das Ministerium die Tests von 36.600 Schülern, die zwei Mal geprüft wurden. Aufgrund der großen Unterschiede zwischen den beiden Tests wurde das Gesamtergebnis als „zweifelhaft“ oder gar „unakzeptabel“ eingestuft. Eine Tatsache, die das Ministerium in seiner Schlussfolgerung bewusst nicht erwähnt habe. „Das ist ein Skandal. Als Politiker sind wir abhängig von den Zusammenfassungen, die das Ministerium vorlegt“, erklärt die unterrichtspolitische Sprecherin der Radikalen, Marianne Jelved.

Panama-Papers: 315 Millionen Kronen für Dänemark

Der Kauf von Datenmaterial zur Steuerhinterziehung, die sogenannten Panama-Papers, kann sich als ein gutes Geschäft für den dänischen Staat erweisen. Das berichtet die Steuerbehörde in einer Pressemitteilung. Demnach sei es Berechnungen zufolge nun möglich, 315 Millionen Kronen, die nicht versteuert wurden, in die Staatskasse zu holen. „Obwohl es beim Kauf des Materials Vor- und Nachteile gab, hat sich die Investition im Nachhinein gelohnt“, erklärt der dänische Steuerminister Karsten Lauritzen (Venstre).

Wildschweinzaun: Behörden müssen Rede und Antwort stehen

Die dänischen Behörden müssen gegenüber der Europäischen Union eine detaillierte Einschätzung zum derzeit im Bau befindenden Wildschweinzauns an der deutsch-dänischen Grenze vorlegen. Das fordert die EU-Kommission, die um eine Stellungnahme gebeten hat, berichtet der Nachrichtensender TVSyd.

Dänischer Lidl-Chef wirft das Handtuch

Der Konzernchef der Supermarktkette Lidl, Jesper Højer, hat seinen Job nach zwei Jahren an der Spitze des globalen Konzerns gekündigt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau. Højer übernahm 2017 das Konzernruder von Sven Seidel. Laut eigener Aussage wolle Højer mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Es sei aber eine schwere Entscheidung gewesen. Auf globaler Ebene beschäftigt der Lidl-Konzern rund 260.000 Mitarbeiter.

Polizei erweitert Pferdestaffel

Die dänische Reichspolizei will ihre neu errichtete Pferdestaffel ausweiten. Demnach sollen zu den bisherigen fünf Pferden noch 15 weitere hinzukommen, berichtet der Nachrichtensender TV2 Lorry. „Das ist eine spannende Aufgabe, die wir derzeit bewältigen. Es macht immer Spaß, neues Material in den Alltag der Polizei aufzunehmen und einzuarbeiten“, so John Jensen, Polizeioberrat der Reichspolizei und Leiter der Arbeitsgruppe zur Einführung der Pferdestaffel. Obwohl die Pferde in Kopenhagen stationiert werden, sollen sie im gesamten Land zum Einsatz kommen.

Im Dezember 2017 hatten sich die dänische Regierung und die Dänische Volkpartei auf eine Wiedereinführung der 2012 gestrichenen Pferdestaffel verständigt.

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