Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Montag

Der Nachrichtenüberblick am Montag

Der Nachrichtenüberblick am Montag

DN
Apenrade/Aabenraa
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Viggo Mortensen (rechts) freut sich mit seinem Schauspielerkollegen Mahershala Ali über den Oscar. Mehr unter „Viggo Mortensen feiert Oscar für den besten Film“ weiter unten. Foto: Valerie Macon/AFP/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Die Börse am Montag

Am Montag notierte der C25 mit einem Plus von 0,5 Prozent bei 1.097,06. An die Spitze setzte sich die Aktie von Danske Bank mit einem Plus von 3,9 Prozent bei 125,40 Kronen. Die Aktie, die aufgrund des Geldwäscheskandals unter Druck geraten war, profitiert von einer Analyse der Citigroup, die zu dem Schluss kommt, dass der Kursverlust aufgrund des Skandals überzogen ist. Genmab stieg um 3 Prozent auf 1.101 Kronen.

Masern: Institut spricht von „Ausbruch“

Im Februar sind in Dänemark fünf Fälle von Masern nachgewiesen worden – weshalb es sich um einen „Ausbruch“ handele, so das dem Gesundheitsministerium direkt nachgeordnete Statens Serum Institut am Montag. Bisher habe man jeden einzelnen Fall nachvollziehen können, so ein Arzt des Instituts zur Nachrichtenagentur Ritzau. Inzwischen sei es aber auch zu Vorfällen gekommen, wo die Ansteckung nicht geklärt sei. Wer geimpft oder immun sei, brauche keine Vorkehrungen treffen, heißt es aus dem Institut, die Impfung sei für alle in Dänemark gratis.

Viggo Mortensen feiert Oscar für den besten Film

Der dänisch-us-amerikanische Schauspieler Viggo Mortensen konnte in der Nacht auf Montag bei der Oscar-Verleihung auf der Bühne mitjubeln: Er und sein Filmteam freuten sich über einen Goldjungen für den besten Film, den die Akademie „Green Book“ verliehen hatte. Mortensen spielt darin eine der Hauptrollen, einen Chauffeur, der mit einem schwarzen Konzertpianisten in den 1960er-Jahren zwischen New York und den Südstaaten auf Tournee ist. Mortensen war als bester männlicher Hauptdarsteller nominiert. Diese Auszeichnung ging aber an Rami Malek für dessen Darstellung von Freddie Mercury in Bohemian Rapsody.

Odense: Stadtbahn kommt erst 2021

Die Odenseaner müssen voraussichtlich acht Monate länger auf die erste Fahrt mit der neuen Stadtbahn (dän. letbane) warten als bisher angekündigt. Ursprünglich sollte die moderne Straßenbahn im kommenden Jahr auf Jungfernfahrt gehen – doch andere große Bauvorhaben stellen sich diesem Plan in den Weg. Unter anderem habe sich der Bau einer Tiefgarage unterhalb des Hochhaus-Neubaus „TBT Tower“, das von der Stadtbahn direkt angefahren werden soll, verzögert, sagt Stadtdirektor Stefan Birkebjerg Andersen. Nach neuen Berechnungen soll Odense nun im Frühjahr 2021 seine neue Stadtbahn bekommen.

2.500 Unterschriften für grenzüberschreitende Krebsbehandlung

Die Schleswigsche Partei (SP) fordert weiterhin die Wiedereinführung der grenzüberschreitenden Strahlenbehandlung von Krebspatienten aus Dänemark in Flensburg. Um zu zeigen, welchen Rückhalt diese Forderung von der Bevölkerung erfährt, hat die Partei 2.500 Unterschriften gesammelt. Regionsratschefin Stephanie Lose (Venstre) und der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses der Region, Poul-Erik Svendsen (Soz.) haben die Unterschriften entgegengenommen.

Impfung mit Effekt: Weniger Personen mit Grippe

Die diesjährige Grippeimpfung hat das Risiko einer Grippeinfektion halbiert. Zu dem Fazit kommt eine neue Studie des staatlichen Seruminstitutes, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau. „Die Studie zeigt uns, dass die Impfung weiterhin die beste Behandlung zur Vorbeugung von Grippeviren ist – obwohl diese keinen hundertprozentigen Schutz bietet“, erklärt die Institutsforscherin Hanne-Dorthe Emborg. Im vergangenen Winter war die Impfung nicht wirksam, weil die Grippewelle aus einem anderen Typ Viren bestand.

Mehr Fort- als Zuzügler in Süddänemark

In der Region Süddänemark gab es 2018 mehr Bürger, die fort- als zuzogen. Insgesamt entschieden sich 22.083 Menschen (1,81 Prozent der regionalen Bevölkerung), die Region zu verlassen, während 20.869 (1,71 Prozent der regionalen Bevölkerung) hinzuzogen. Das ergibt eine Differenz von 1.214. Das geht aus aktuellen Zahlen der dänischen Statistikbehörde Danmarks Statistik hervor. Besonders junge Menschen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren zieht es in andere Regionen Dänemarks. Ihr Anteil beträgt über die Hälfte aller Fortzügler. Die Region Süddänemark hatte im Jahr 2017 insgesamt 1.217.795 Einwohner. In Dänemark lebten 5.757.325 Menschen.

Klaus Riskær Pedersens Partei würde 1,4 Prozent der Stimmen bekommen. Foto: Philip Davali/Ritzau Scanpix

Riskær mit 1,4 Prozent der Stimmen

Vor einer Woche wurde die Partei von Klaus Riskær Pedersen, die dessen Namen trägt, berechtigt, bei der kommenden Folketingswahl anzutreten. Nun zeigt eine neue Voxmeter-Umfrage, dass die Partei aktuell 1,4 Prozent der Stimmen bekommen würde. Die Sperrgrenze für einen Sitz im Parlament liegt bei einem Stimmanteil von zwei Prozent.

Integrationsausbildung wird fortgesetzt

Die Integrationsgrundausbildung, die sogenannte IGU-Initiative, wird auch weiterhin dafür sorgen, dass Flüchtlingen der Zugang zum dänischen Arbeitsmarkt erleichtert wird. Das berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau.

Frau mit Burka in Esbjerg angezeigt

Die Polizei für Südjütland und Nordschleswig hat am Sonnabend eine Anzeige erhalten, dass bei einer Sportveranstaltung eine Frau mit Burka gesichtet wurde. Damit hätte die Frau gegen das Vermummungsgesetz verstoßen. Dieses besagt, dass in der Öffentlichkeit Kleidung, die das Gesicht bedeckt, nicht getragen werden darf. Das berichtet die Polizei in einer Pressemitteilung. Eine Streife überprüfte die Identität der Frau, nachdem sie die Burka ausgezogen hatte. Sie kam mit einer Verwarnung davon, so die Polizei.

Dänische Bürger kaufen weniger

Trotz niedriger Arbeitslosenzahlen und hohen Löhnen wurde die Kreditkarte der dänischen Bürger im Januarausverkauf weniger genutzt. Der Einzelhandelsverkauf fiel demnach, verglichen mit dem Dezembermonat, um rund 0,3 Prozent. Das zeigen neue Zahlen der dänischen Statistikbehörde Danmarks Statistik. Insbesondere der Verkauf von Klamotten und Nahrungsmittel sei rückgängig, so die Behörde. „Obwohl es wirtschaftlich in Dänemark gut läuft, hält sich der Privatverbrauch der Bürger noch in Grenzen“, erklärt Las Olsen, Chefökonom bei der größten dänischen Bank, Danske Bank.

Zu wenig Hilfe für die Alten

Innerhalb von 10 Jahren ist der Anteil der Hilfe im Haushalt für körperlich versehrte ältere Bürger von 43 auf 25 Prozent gesunken. Das zeigen neueste Untersuchungszahlen von Vive. Für viele Ältere ein großes Ärgernis, verbunden mit eingeschränktem Lebensstandard. 73.000 ältere Menschen erhalten überhaupt keine Hilfe.

Konservative wollen Spitzensteuersatz erhöhen

Nach der kommenden Wahl soll der Spitzensteuersatz rund 120.000 Kronen höher liegen. Das erklärt der Parteivorsitzende der Konservativen, Søren Pape Poulsen, in einem Interview mit der Wirtschaftszeitung Børsen. „In diesem Land brauchen wir Leute, die einen zusätzlichen Einsatz leisten“, so Pape. Bisher liegt der Spitzensteuersatz ab einem Einkommen von über 522.000 Kronen im Jahr. Laut der liberalen Denkfabrik Cepos kann dieser auf 642.000 Kronen angehoben werden – vorausgesetzt die Regierung investiert 2,8 Milliarden Kronen in diese Initiative, so Børsen. Insgesamt könnten Cepos zufolge demnach rund 200.000 Bürger von der Spitzensteuer befreit werden.

Invasive Arten schädlich für die Natur

Mit einer steigenden Globalisierung und einem zunehmenden Güterverkehr geraten auch immer wieder Tierarten in die dänische Flora und Fauna, die hier ursprünglich nicht hingehören. So auch die Pazifische Auster, die in dänischen Gewässern die Miesmuschel verdrängt oder der sich in Flüssen schnell vermehrende Marmorkrebs. Das berichtet die Tageszeitung Kristeligt Dagblad. Das Problem dieser Tierarten ist es, dass die dänische Natur keinen natürlichen Schutz gegen diese Tierarten hat, die invasiven Tiere haben keine natürlichen Feinde. Zudem fühlen sie sich hierzulande wohl und können sich rasant vermehren, sagt Hans Peter Ravn, Seniorforscher der Uni Kopenhagen. „Im schlimmsten Falle werden alle Organismen überall einen Zugang haben. Dann sind es die stärksten und anpassungsfähigsten Tierarten, die alles übernehmen“, erklärt Ravn.

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