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So läuft die Trauerfeier von Jan Fedder

So läuft die Trauerfeier von Jan Fedder

So läuft die Trauerfeier von Jan Fedder

dpa/Christian Ströhl, SHZ
Hamburg
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Der Schauspieler Jan Fedder starb kürzlich an einem Krebsleiden. Foto: Angelika Warmuth/dpa

Am Dienstag wäre Jan Fedder 65 Jahre alt geworden. An dem Tag steht nun im Hamburger Michel die Trauerfeier für ihn an.

Familie, Freunde und Fans werden am Dienstag im Hamburger Michel Abschied von Jan Fedder („Großstadtrevier") nehmen. An dem Tag wäre der beliebte Schauspieler, der am 30. Dezember tot in seiner Hamburger Wohnung gefunden wurde, 65 Jahre alt geworden.

Zu der Trauerfeier haben sich zahlreiche Prominente angekündigt, darunter Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), TV-Koch Tim Mälzer, die Schauspieler Uschi Glas, Ben Becker, Michaela May und Axel Milberg, die Moderatoren Judith Rakers, Jörg Pilawa und Hugo Egon Balder sowie die Sänger Sasha, Klaus Meine und HP Baxxter, teilten die Veranstalter mit.

Elbschiffe flaggen schwarz

Ebenso nehmen die Kollegen vom „Großstadtrevier" Abschied – nebst Truck Stop, deren Titelsong „Wenn der Schutzmann ums Eck kommt" die Kultserie seit 1986 begleitet. Mit Martin Semmelrogge, Martin May, Claude Oliver Rudolf und Heinz Hönig erweist auch die Besetzung von „Das Boot" dem einstigen Weggefährten ihre Treue sowie die Kollegen der NDR-Serie „Neues aus Büttenwarder".

Die Elbschiffe flaggen schwarz auf Halbmast und lassen ihre Schiffshörner erklingen, Taxi-Zentralen lassen schwarze Fahnen wehen.

Trauerfeier live im TV beim NDR

Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) überträgt die Trauerfeier ab 13.45 Uhr live aus dem Hamburger Michel, auch Online, per App und im Hörfunk wird live berichtet.

Für die Fans vor Ort baut der Sender auf dem Kirchplatz eine Großbildleinwand auf. Hauptpastor Alexander Röder wird den Gottesdienst leiten. Anschließend werden ARD-Programmdirektor Volker Herres, der scheidende NDR-Intendant Lutz Marmor und Polizeipräsident Ralf Martin Meyer sprechen, wie eine Sprecherin der St.-Michaelis-Kirche mitteilte. Auch ein Mitglied des „Großstadtrevier"-Produktionsteams soll sich äußern.

28 Jahre spielte Fedder in der ARD-Serie den Hamburger Polizisten Dirk Matthies, der auf dem Kiez für Recht und Ordnung sorgte.

Wie von Fedder gewünscht

Fedder, der auf St. Pauli aufgewachsen ist, hatte sich eine Trauerfeier im Michel, dem Hamburger Wahrzeichen, gewünscht. Hier war er getauft und konfirmiert worden und hatte 2000 seine Ehefrau Marion geheiratet.

Wie Röder bereits verraten hatte, werden neben geistlichen Liedern auch Songs von Michael Jackson und Deep Purple gespielt, die sich Fedder gewünscht habe.

Nach der Trauerfeier sollen Polizisten den Sarg zum Leichenwagen tragen, der anschließend eine Runde über die Reeperbahn drehen wird. Später soll er auf dem Ohlsdorfer Friedhof bestattet werden.

Krebserkrankung 2012

Noch bis zum 14. Januar liegt in der Davidwache das Kondolenzbuch für den Schauspieler aus.

Fedder war am 30. Dezember tot in seiner Wohnung im Stadtteil St. Pauli gefunden worden. Er war 2012 an Krebs erkrankt, hatte seit Jahren immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.

Der Schauspieler hatte mit unverwechselbarer Stimme und Akzent norddeutsche Charaktere zu seinem Markenzeichen gemacht. Neben dem „Großstadtrevier" drückte er auch der Serie „Neues aus Büttenwarder" als Bauer Brakelmann seinen Stempel auf. Auch für vier Siegfried-Lenz-Verfilmungen stand er vor der Kamera.

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