Kultur

3, 2, 1 ... Cheese!

3, 2, 1 …… Cheese!

3, 2, 1 …… Cheese!

Sebastian Möbius
Apenrade/Aabenraa
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Etliche der aufgenommenen Fotos sind bereits in der Bibliothek befestigt. Foto: Sebastian Möbius

Wer Lust auf ein witziges oder ausgefallenes Foto von sich hat, ist bei der Selfie-Aktion im Rahmen des Kunstprojektes „100 % fremmed?“ (100 % fremd?) genau richtig.

Das Kunstprojekt „100 % fremd?“ macht derzeit in Apenrade halt (wir berichteten).

Im Rahmen der Ausstellung gibt es viele kleine und große Events. Eines davon ist die Selfie-Aktion in der Bibliothek Apenrade. Dort kann man sich mit Gegenständen wie Sonnenbrille, Hut und Hawaiikette schmücken, um anschließend von einem aufgestellten Fotoapparat ein Selfie zu schießen.

MIt diesem Fotoapparat wird das Bild geschossen. Foto: Sebastian Möbius
Eine Auswahl an Gegenständen, mit denen sich für das Foto geschmückt werden kann. Foto: Sebastian Möbius

Fotos direkt aufs Smartphone

Bevor das Foto gemacht wird, muss man noch seine Telefonnummer angeben. Das hat einen einfachen Grund wie Bibliothekmitarbeiterin Nina Steensgaard dem „Nordschleswiger“ erklärt. „Fotos von Leuten unter 18 Jahren dürfen wir aus Datenschutzgründen nicht oder nur mit Zustimmung der Eltern ausdrucken und aufhängen. Damit die Jugendlichen trotzdem eine Möglichkeit haben, ihr Foto zu bekommen, schicken wir es an ihr Smartphone.“

So sein wie jeder es möchte

Diese Aktion hat aber auch noch einen etwas tieferen Hintergrund. Auf einem Zettel an der Wand wird erklärt, dass sich jeder so abbilden soll, wie er sich eben präsentieren möchte. Quasi so sein, wie jeder es will und dazu stehen. Dies ist in Bezug auf die Kunstausstellung „100 % fremd?“ der verbindende Punkt. Dort werden nämlich geflüchtete Personen fotografisch dargestellt, die jetzt schon seit geraumer Zeit in Dänemark leben. Auf den Fotos stellen bestimmte Gegenstände oder Familienmitglieder der Geflüchteten jedoch immer noch eine Verbindung zu ihren Wurzeln dar.

Wer sich selbst einmal an einem tollen oder ausgefallenen Foto ausprobieren möchte, hat dazu nur noch diesen Donnerstag und Freitag von 10 bis 17 Uhr und am Sonnabend von 10 bis 14 Uhr Gelegenheit.

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Leitartikel

Siegfried Matlok
Siegfried Matlok Senior-Korrespondent
„Schwingungen im Eis “