Leitartikel

„SP im Regionsrat präsent“

„SP im Regionsrat präsent“

„SP im Regionsrat präsent“

Peter Lassen
Peter Lassen Hauptredaktion
Apenrade/Vejle
Zuletzt aktualisiert um:
Region Süddänemark
Foto: Cornelius von Tiedemann

SP-Politiker Gösta Toft hatte sein Debüt im Regionsrat im Roten Wurm in Vejle und setzte dabei ganz neue Maßstäbe, meint Nordschleswiger-Redakteur Peter Lassen, der mehr konkrete Erfolge in der deutsch-dänischen Zusammenarbeit sehen möchte.

Die regionale Spitze der Schleswigschen Partei, Gösta Toft, hatte sein Debüt im Regionsrat im Roten Wurm in Vejle und setzte dabei ganz neue Maßstäbe. Wie berichtet, stellte Toft den 41 Regionsratsmitgliedern auf der jüngsten Sitzung eine (lange) Frage zur Zukunft der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Allgemeinen und der Flensburger Strahlenbehandlung im Besonderen.

Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Denn Regionschefin Stephanie Lose (V) nutze die lange Frage um sehr generell und ausführlich zu antworten. Sie versicherte dabei, dass Vejle natürlich weiterhin bei der deutsch-dänischen Zusammenarbeit powern und mitmischen wolle. Und es gebe ja trotz Strahlen-Nein auch so manche Sache, die gut laufe: Rettungswagen aus Deutschland werden aus Nordschleswig angefordert, ebenso der Niebüller Helikopter. Es werden, wie jüngst auf Röm, gemeinsame Rettungsübungen durchgeführt, und auch die Bereitschaften würden grenzüberschreitendie eng zusammenarbeiten und sich dabei noch besser kennenlernen.

Auch andere Politiker nutzten die Fragerunde, in der normalerweise pro Fragesteller nur ein paar Minuten reserviert sind, um zu bekunden, dass man das Grenzüberschreitende weiter will.

Aus der Geschichte der deutsch-dänischen Grenz-Zusammenarbeit weiß man, dass dort gern Sonntagsreden gehalten werden – selbst an einem Montagnachmittag.
Aber bekanntlich ist nicht jeden Tag Sonntag, und die Reden sollten wirklich endlich darauf abgestimmt werden, dass es im grenznahen Alltagsgeschäft zu mehr konkretem und für den Bürger sichtbaren Erfolg kommt.

Das ist zwar auch häufig gefordert und gesagt worden – das wird deshalb aber nicht weniger richtig/wichtig. U. a. wird – wie auch aktuell im Regionsrat – immer auf die Systemunterschiede aufmerksam gemacht, die sich dabei in den Weg stellen. Aber es ist ja gerade Sache der Politiker, dafür zur sorgen, dass solche Hindernisse überwunden werden, dass auch im kleinen Grenzverkehr harmonisiert wird. Und nicht nur, wenn es um krumme Gurken in Brüssel geht.

Die Tatsache, dass die regionale Fragestunde für die SP auf 20 Minuten erweitert wurde, zeigt, dass im Roten Wurm Wohlwollen vorhanden ist für das Thema. Aber auch der Regionsrat braucht eine Stimme, die immer wieder Druck macht. Gösta Toft tat dem Rat gut, und die SP sollte auch künftig die für alle offene Fragerunde vor den Regionsratssitzungen nutzen, um vor Ort Sachen auf den Punkt zu bringen. Auf die Frage, ob er dies Forum zukünftig mehr nutzen will, meint Gösta Toft: „Ja, aber nur wenn es nötig ist.“

Toft war mit seinem Debüt im Regionsrat zufrieden – auch mit der ausführlichen und grundlegend seriösen Beantwortung. Nur die Antworten an sich waren die falschen…

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