CSR-Siegel

Apenrade zeichnet 70 soziale Unternehmen aus

Apenrade zeichnet 70 soziale Unternehmen aus

Apenrade zeichnet 70 soziale Unternehmen aus

Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Vergabe des CSR-Siegels 2019 Foto: Archiv

Das CSR-Siegel wird im Februar offiziell vergeben. Kommune und Unternehmen setzen dabei auf soziale Verantwortung – auch für die, die nicht so leicht einen Job finden.

Das sogenannte CSR-Siegel wird jedes Jahr erneut an Unternehmen vergeben, die soziale Verantwortung übernehmen, die beispielsweise älteren Mitarbeitern einen „Schonjob“ anbieten oder sozial benachteiligte Menschen einstellen. 70 Unternehmen bekommen in diesem Jahr ein solches Siegel von der Kommune Apenrade.

Von Flexjob bis Integrationsausbildung

Allerdings müssen die Unternehmen bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um sich mit dem CSR-Siegel schmücken zu können. Für zehn Prozent der Angestellten müssen bestimmte Auflagen erfüllt sein:

- junge Menschen im Betriebspraktikum
- Lohnzuschüsse von der Kommune
- sogenannte Flexjobs anbieten
- „Schonjobs“ anbieten
- Jobrotation, bei der Arbeitslose eingestellt werden können
- freiwillige Bereitschaftsmitglieder
- Erwachsene Lehrlinge einstellen
- Integrationsausbildung anbieten
- besondere Jugendausbildung anbieten
- Ausbilden

„Inspiration für das Wirtschaftsleben“

„Ich bin sehr stolz, dass wir das CSR-Siegel an so viele Unternehmen vergeben können. Sie setzen ihre Kräfte auch dafür ein, dass unsere Bürger eine Arbeit und Ausbildung bekommen“, erklärt Ejler Schütt (Dänische Volkspartei, DF), Vorsitzender des Arbeitsmarktausschusses, in einer Mitteilung.

Für die Unternehmen ist das CSR-Siegel interessant, weil es das soziale Engagement in der lokalen Gemeinschaft belegt. „Viele Firmen sehen es als große Ehre an, einen zusätzlichen Beitrag für die Lokalgesellschaft zu leisten, und wir als Kommune können das mit dem Siegel sichtbar machen“, erklärt Schütt.

Bürgermeister Thomas Andresen ergänzt: „Wir betrachten CSR-Unternehmen als Vorbilder für das Wirtschaftsleben vor Ort, die andere inspirieren können, ebenfalls mehr soziale und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.“

Lesen Sie, welche Unternehmen im vergangenen Jahr das Siegel erhielten.

Das Buchprüfungsbüro „Revisionscentret" gehörte zu den 67 Unternehmen, die die CSR-Urkunde entgegennehmen konnten. Das Foto zeigt (v. l.): Bürgermeister Thomas Andresen, Henrik Møller Thorsen und Olaf Krag (beide Inhaber des Büros) und den Arbeitsmarktausschussvorsitzenden Ejler Schütt. Foto: Kommune Apenrade

CSR-Siegel (CSR-Mærke)

  • CSR steht für Corporate Social Responsibility (zu Deutsch: Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung). Der Begriff beinhaltet, dass Unternehmen Verantwortung gegenüber der Gesellschaft fragen. Dazu gehört beispielsweise, dass Menschen, die nur eingeschränkt arbeiten können, weil sie alt oder krank sind, eingestellt werden.
  • Die Kommune Apenrade vergibt seit 2016 das sogenannte CSR-Siegel an lokale Unternehmen. Ihnen wird damit bestätigt, lokal soziale Verantwortung zu übernehmen und so die Gesellschaft zu unterstützen.
  • In diesem Jahr wird sie an 70 Apenrader Unternehmen vergeben. Im Jahr 2019 waren es 49. Die Vergabe findet am 24. Februar statt. Die Unternehmen bewerben sich bei der Kommune um das Siegel.
  • Mindestens zehn Prozent der angestellten Mitarbeiter müssen in den drei Monaten vor der Bewerbung bestimmte Bedingungen erfüllen.
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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Mutiges Museum“