Parkverordnung

Brummi-Fahrer aufgepasst: Parken ist nur in markierten Bereichen zulässig

Brummi-Fahrer aufgepasst: Parken ist nur in markierten Bereichen zulässig

Lkws dürfen nur in markierten Bereichen parken

Apenrade/Aabenraa
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Einige der Lkw-Stellplätze in Pattburg und Umgebung Foto: Kommune Apenrade

Nur wo es entsprechend ausgeschildert ist, dürfen mittelgroße und große Lkws auch die Nacht über in der Kommune Apenrade abgestellt werden.

Lkws raus aus den Wohnbaugebieten – das ist der Tenor der neuen Lkw-Parkverordnung der Kommune Apenrade.

Um allen Missverständnissen vorzubeugen, hat die Kommune ihre Parkverordnung aus dem vergangenen Jahr um einen recht präzisen Zusatz für Lkws erweitert. Die Grundregel lautet: Nur wo es speziell ausgeschildert ist, dürfen Lastkraftwagen über 3.500 kg die Nacht über und sogar bis zu 72 Stunden abgestellt werden. Tagsüber (zwischen 7 und 19 Uhr) darf auf den anderen ausgewiesenen Lkw-Stellplätzen geparkt werden – allerdings maximal sechs Stunden.

Bedarf an zusätzlichen Stellplätzen

Bevor die Zusatzverordnung gutgeheißen wurde, sind alle bestehenden Lkw-Stellplätze in der Kommune minutiös kontrolliert worden. Einige wurden daraufhin gestrichen, weil sie nicht mehr gebraucht wurden, weil es sich um privates Gelände handelte oder der dortige Weg zu schmal ist. Es sind jedoch weit mehr neue Stellplätze ausgewiesen als gestrichen worden, schlichtweg weil der Bedarf gestiegen ist.

Irritationen durch „Wildparker" minimieren

Mit der neuen Lkw-Parkverordnung soll das „Wildparken“ verhindert werden. Es sei zwar bislang kein „großartiges Problem“, so der Vorsitzende des Technik- und Umweltausschusses in der Kommune Apenrade, Arne Leyh Petersen (Dänische Volkspartei), aber es habe hin und wieder schon zu einigen kleineren „Irritationsmomenten" in der Bevölkerung geführt.

Wohngebiete freihalten

Ausgangspunkt der neuen Lkw-Parkverordnung ist, dass die Wohngebiete von Lkws freigehalten werden sollen und zwar nicht nur aus optischen Gründen. Die Regelung soll vor allem vor unnötiger Ruhestörung beim Anfahren oder Einparken bewahren sowie die Abgasbelastung begrenzen. Allerdings sollen den Lkw-Fahrern auch die notwendigen Ruhezeiten ermöglicht werden. Beides sollte durch die Verordnung unter einen Hut gebracht werden können – so zumindest das erklärte Ziel der Kommune Apenrade.

Enge Zusammenarbeit mit der Branche

Vor allem bei der Auszeichnung von Lkw-Stellplätzen im Raum Pattburg/Padborg hat die Kommunalverwaltung eng mit dem dortigen Transportcenter kooperiert. Das Transportcenter wird der Kommune bei der Verbreitung der neuen Parkverordnung in der Branche behilflich sein.

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