Süderstrand

Bürgermeister setzt auf gütliche Einigung

Bürgermeister setzt auf gütliche Einigung

Bürgermeister setzt auf gütliche Einigung

Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Auf der Visualisierung ist das Umkleide- und Toilettenhäuschen zu sehen, das im Kultur- und Freizeitausschuss den Konflikt auslöste. Foto: Kommune Apenrade/Zeni Arkitekter

Der Kultur- und Freizeitausschussvorsitzende Lars Kristensen ist dem Vorschlag seines Parteikollegen Thomas Andresen gefolgt und hat seinen Antrag vom Tisch genommen.

Apenrades Bürgermeister Thomas Andresen will tunlichst die Eskalation eines Konflikts vermeiden, der seinen Ursprung im Kultur- und Freizeitausschuss der Kommune hat.

Dort verweigerten die drei sozialdemokratischen Mitglieder sowie Kurt Andresen von der Schleswigschen Partei (SP) in der vergangenen Woche einem Bauprojekt am Apenrader Süderstrand ihre Zustimmung – zumindest wollten sie es nicht hier und jetzt. Sie wollten lieber zwei Berichte abwarten, die der Ausschuss ebenfalls in Auftrag gegeben hatte. Es handelt sich dabei um eine Analyse, die die Gesamtsituation der In- und Outdoor-Wassersportmöglichkeiten in der ganzen Kommune beleuchten soll, und um einen Vorbericht für einen Visionsplan, der sich gezielt mit einer Wassersportarena am Apenrader Hafen befasst.

Bei dem Bauprojekt, bei dem es im Kultur- und Freizeitausschuss zum Streit kam, dreht es sich um öffentliche Toiletten sowie Umkleideräume vor allem für Morgen- und Winterbader.

Vorwurf des Wortbruchs

Weil dieses Projekt für rund 2,8 Millionen Kronen in der Haushaltsabsprache verankert ist, die von allen 31 Stadtratsmitgliedern unterschrieben war, warf Ausschussvorsitzender Lars Kristensen den vier Nein-Sagern Wortbruch vor und machte von seinem Recht Gebrauch, eine Entscheidung vom Stadtrat prüfen zu lassen.

Antrag zurückgezogen

Nach der Intervention des Bürgermeisters zog Lars Kristensen seinen Antrag nun am Mittwochmorgen zurück. Der Punkt wird deshalb erneut auf die Tagesordnung des Kultur- und Freizeitausschusses gesetzt.

Thomas Andresen hat zudem einen Rat des sozialdemokratischen Stadtratsabgeordneten und früheren Fraktionsvorsitzenden Karsten Meyer Olesen angenommen. „Ich werde an der nächsten Sitzung des Kultur- und Freizeitausschusses teilnehmen, wenn dieser Punkt behandelt wird“, teilt der Bürgermeister mit. Das sei zwar ungewöhnlich, ist aber in der Verwaltungsordnung der Kommune durchaus als Möglichkeit vorgesehen.

Gemeinsam wird gute Politik gemacht

Thomas Andresen hofft, dass in der Zwischenzeit durch Gespräche alle 31 Stadtratsmitglieder wieder an einem Strang ziehen, um auch weiterhin „gute Politik im Sinne der Bürger“ zu machen.

„Ich halte es für verfrüht, schon jetzt in eine Art Wahlkampfmodus zu schalten. Es ist schließlich noch ein halbes Jahr hin bis zur Kommunalwahl“, so der Bürgermeister.

Allerdings habe er auch bei der Ökonomieausschusssitzung am Dienstag festgestellt, dass sich das vorgeschlagene Projekt am Süderstrand im Prinzip einer breiten Zustimmung erfreut, weshalb er es traurig fände, wenn die Apenrader Haushaltsabsprache sich just an diesem Vorhaben zerschlagen sollte.

Mehr lesen