Wohltätigkeitsveranstaltung

Freiwillige arbeiten das ganze Jahr für „Julehjertebyen“

Freiwillige arbeiten das ganze Jahr für „Julehjertebyen“

Freiwillige arbeiten das ganze Jahr für „Julehjertebyen“

Paul Sehstedt
Apenrade/Aabenraa
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„Julehjertebyen“ im Aufbau: Wo die Weihnachtsbäume liegen soll später das Kinderkarussell seine Runden drehen. Vor dem Museum steht die Bühne auf der die Musiker und Unterhalter auftreten. Foto: Paul Sehstedt

Birgit und Inge sind zwei der vielen Freiwilligen, die „Julehjertebyen“ erst möglich machen. Im Miniaturrathaus werden Waren aus eigener Produktion angeboten – Birgit und Inge sind schon seit Jahren aktiv dabei
.

In der Nachbildung des alten Apenrader Rathauses sind Birgit Holm aus Norderhostrup/Nørrehostrup und Inge Sørensen aus Rothenkrug/Rødekro dabei, die Waren zu kennzeichnen, die dort während des Weihnachtsmarktes „Julehjertebyen“ angeboten werden.

Vorbereitungen beginnen im Januar

„Bereits im Januar fangen die freiwilligen Handwerker mit der Produktion an“, weiß Birgit Holm zu erzählen. „Alles, was wir anbieten, kommt von Freiwilligen“, sagt sie und sucht einen Auslageplatz für ein paar handgestrickte Socken. Inge Sørensen ist derweil damit beschäftigt, Preisschilder zu schreiben und anzubringen. Sie hilft schon seit sechs Jahren der wohltätigen Weihnachtsinitiative; Birgit ist „erst“ seit vier Jahren dabei, den Weihnachtsmarkt tatkräftig zu unterstützen.
„Wir bekommen die Waren von etwa 20 verschiedenen Lieferanten aus der Umgebung“, erzählen die beiden Aktiven.

168 „Wachen“ und 33 Helfer

Bis Sonnabend müssen sie mit dem Aufbau der Verkaufsausstellung fertig sein, denn dann öffnet der Markt seine Tore. Zum elften Mal, lautet die stolze Information. Die Besetzung der Stände ist in 168 „Wachen“ aufgeteilt, die sich 33 freiwillige Helfer teilen.
Am Glühweinstand klemmt die Tür. „Ist die Tannengrünranke zu niedrig angebracht?“, fragt „Julehjertebyen“-Chefin Malene Bruhn einen Helfer. Sie ist es übrigens, die 2008 die Idee für das „Weihnachtsfest für alle“ hatte.

Fertig bis Sonnabend

„Da muss doch etwas von der Tür abgesägt werden!“ Nein, nein, lautet die Antwort aus kundigem Mund. „Die Hütte ist nur schief aufgebockt worden.“ Schnell ist ein Wagenheber herbeigeholt, und das rote Holzhäuschen wird ausgerichtet. Nun lässt die Tür sich schließen. Das Karussell ist noch nicht geliefert worden, doch die Marktleute sind zuversichtlich, dass das Fahrgeschäft rechtzeitig aufgebaut wird, um erwartungsvolle Kinder in weihnachtliche Stimmung zu bringen. Die Eisenbahn steht bereit am Bahnhof. Sie wird das Publikum die Fußgängerzone auf und ab transportieren. Die Weihnachtszeit steht vor der Tür.

„Wo bringen wir die Socken an“, fragt Birgit Holm (l.) während Inge Sørensen die Waren im Rathausnachbau mit Preisschildern versieht. Foto: Paul Sehstedt

Julehjertebyen

Vor elf Jahren gab es die erste „Julehjerteby“ (Weihnachtsstadt der Herzen) in Apenrade.
Malene Bruhn, eine alleinstehende Mutter aus der Fördestadt, fasste 2008 den Entschluss, einen Ort in der Stadt zu schaffen, wo alle – vor allem die Menschen ohne viel Geld – zur Weihnachtszeit willkommen sind und gratis schöne Erlebnisse sammeln können.
Die Idee, die ihr vorschwebte: ein Apenrade zu schaffen, wie es anno 1850 war; mit Kopien der Häuser, wie sie zur damaligen Zeit dort standen; mit historischen Trachten und mit Milchreis, der auf dem Holzofen kocht, Apfelkrapfen, die im heißen Öl gebacken werden sowie Suppe, die auf dem offenen Feuer kocht.

Der Verein „Et hjerte for alle“ (Ein Herz für alle) steht mit vielen freiwilligen Helfern für die Durchführung der – inzwischen zur Attraktion gewordenen – Veranstaltung.

Über Spendeneinnahmen finanziert sich „Julehjertebyen“, und der Verein „Et hjerte for alle“ kann jedes Jahr sogar knapp eine halbe Million Kronen an Bedürftige verteilen, denen es zur Weihnachtszeit an Geld für Geschenke oder für ein Weihnachtsessen fehlt.

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