Hölzerne Runderneuerung

Die Schlossmühle erhält ihr neues Schöpfrad

Die Schlossmühle erhält ihr neues Schöpfrad

Die Schlossmühle erhält ihr neues Schöpfrad

Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Das neue Mühlenrad wurde in Auenbüll aus Eichenholz gezimmert. Es wiegt rund fünf Tonnen. Foto: Willy Frandsen

Bald wird in der Apenrader Schlossmühle wieder Mehl mit Wasserkraft gemahlen werden können. In diesen Tagen wird das neue Mühlrad an der Wassermühle am Schloss Brundlund befestigt.

So kam das erforderliche Geld zusammen:

  1. A.-P.-Møller-Stiftung: 1.235.000 Kronen
  2. Kommune Apenrade: 500.000 Kronen
  3. Schloss- und Kulturbehörde: 205.000 Kronen

Der Eigner der Schlosswassermühle, der Stadthistorische Verein Apenrade, hat schon einen Termin für die offizielle Einweihung gefunden. Am 1. Juni soll gefeiert werden, dass in der Schlossmühle wieder Mehl mit Wasserkraft gemahlen werden kann. In diesen Tagen wird das neue Schöpfrad an der Schlossmühle angebracht.

Das Mühlrad ist in der Werkstatt von Morten Anker Petersen in Auenbüll in Auftrag gegeben worden und wird 900.000 Kronen kosten. Es handelt sich um eine maßstabsgetreue Rekonstruktion des historischen Schöpfrades. Das neue Mühlrad wurde hauptsächlich aus äußerst festem und schwerem Eichenholz gearbeitet. Die Bauzeit betrug etwa zwei Monate. Das Mühlrad bringt etwa fünf Tonnen auf die Waage. Die Lebensdauer wird auf 40 Jahre geschätzt.

1994 übertrug die Kommune Apenrade die Schlossmühle dem Stadthistorischen Verein unter der Maßgabe, dass dieser fortan für die Instandhaltung verantwortlich sei und sie Besuchern zugänglich mache. 1996 konnte die renovierte Mühle mit funktionstüchtigem Mühlrad erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden. Tausende von Einheimischen und Touristen besuchen seitdem im Sommer und in der Vorweihnachtszeit das urige Schlossmühlencafé.

Bevor das Rad das Mahlwerk tatsächlich antreiben kann, sind weitere Arbeiten erforderlich.

Im Zuge eines Klimaprojektes wurde die Mühlenau vor einigen Jahren verlegt, um so ein rasches Abfließen des Regenwassers zu gewährleisten; gleichzeitig wurde auch eine Fischtreppe gebaut. Allerdings hatte das Projekt zur Folge, dass nicht mehr ausreichend Wasser an der Schlossmühle vorbeifließt. Um künftig einen steten und kräftigen Wasserfluss zu gewährleisten, muss nun eine Pumpe angebracht werden.

Die Gesamtkosten (inklusive Mühlrad) belaufen sich auf knapp zwei Millionen Kronen. Finanziert wird das Sanierungsprojekt durch Fördermittel der der A.-P.-Møller-Stiftung, der Kommune Apenrade sowie der Schloss- und Kulturbehörde.

Mehr lesen

Analyse

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Gewinner und Verlierer stehen jetzt fest“