Namenswechsel

Staatsamt wird zum „Haus des Familienrechts“

Staatsamt wird zum „Haus des Familienrechts“

Staatsamt wird zum „Haus des Familienrechts“

Apenrade/Aabenraa
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Die geografische Platzierung der neun Staatsverwaltungen in Dänemark, die jetzt zu Häusern des Familienrechts werden Foto: Statsforvaltningen

Die Adresse bleibt die gleiche, ansonsten ändert sich aber so manches im Gebäude am Store Torv 10 in Apenrade. Hoher Besuch hat sich für die Eröffnungsfeier am 1. April angekündigt.

Am Montag, 1. April, wird das neue „Haus des Familienrechts“ am Apenrader Storetorv eingeweiht, das die frühere Staatsverwaltung ersetzt. Es ist nicht nur eine schnöde Namensänderung. Der neue Name ist vor allem einer konzeptionellen Änderung des Scheidungsprozesses geschuldet.

Unter der Federführung von Kinder- und Sozialministerin Mai Mercado (Konservative) wird in diesem Frühjahr in Dänemark ein neues Scheidungssystem eingeführt, bei dem die Kinder im Mittelpunkt stehen. Ihr Wohlergehen ist Ausgangspunkt der Entscheidung der Behörde. Und das ist der große Unterschied zum bisherigen Scheidungssystem. Hier wurden Kinder bislang als „Teil“ eines Trennungsverfahrens betrachtet. Sie wurden zwar angehört, mehr aber auch nicht.

Das „Haus des Familienrechts“ (Familieretshuset) ist eine neue Verwaltungsbehörde und künftig der einzige Zugang zum gesamten Familienrechtssystem. In den allermeisten Fällen werden die Sachbearbeiter der Behörde die Fälle entscheiden können. Dadurch soll verhindert werden, dass Eltern zwischen Behörde und Gericht hin- und hergereicht werden. Der Prozess wird dadurch verkürzt. – Nur in komplexen Fällen, wo der Konflikt groß ist oder wo es andere Probleme wie Gewalt oder Missbrauch gibt, wird nach wie vor ein Familienrichter entscheiden müssen.

Die Eröffnung wird am 1. April um 10 Uhr von Ministerin Mercado persönlich durchgeführt.

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