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Kronprinz: Royal Run kommt nach Nordschleswig

Kronprinz: Royal Run nach Nordschleswig

Kronprinz: Royal Run nach Nordschleswig

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Aarhus/Nordschleswig
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Kronprinz Frederik beim Royal Run in Aarhus Foto: Bo Amstrup / Ritzau Scanpix

Im kommenden Jahr wird der Royal Run erstmals in Nordschleswig vom Stapel laufen. Wer schon immer mal mit dem dänischen Kronprinzen um die Wette laufen wollte, sollte sich die Veranstaltung vormerken.

Am Pfingstmontag ist in vier verschiedenen Städten in Dänemark der Freizeitlauf Royal Run gelaufen. Und kurz nachdem der letzte Läufer die Ziellinie passiert hatte, fing auch schon die Planung für die Veranstaltung im kommenden Jahr an. Der Chef des dänischen Sportverbandes DGI, Søren Brixen, unterstrich, dass auch 2020 ein Royal Run veranstaltet wird. Und zwar angesichts des geschichtsträchtigen Jahres – 100 Jahre nach der Grenzziehung zu Deutschland – auch im deutsch-dänischen Grenzland. Daneben wird der Lauf auch wieder in den bisherigen Städten Aarhus, Kopenhagen, Aalborg und auf Bornholm stattfinden.

„Bei diesem Lauf können alle dabei sein. In diesem Jahr haben wir wieder einmal ein volksnahes Kronprinzenpaar gesehen, das mit Kindern des Julemærkehjems gelaufen ist“, so Brixen zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Auf der Instagram-Seite des Königshauses wurde bestätigt, dass 2020 ein Lauf in Nordschleswig veranstaltet wird. „Fest steht, dass der Royal Run im Zuge der 2020-Feierlichkeiten nach Nordschleswig kommt“, so das Königshaus. Gegenüber dem Nachrichtensender TV2 erklärte Kronprinz Frederik, dass bislang noch nicht feststehe, in welcher Stadt die Bürger das Vergnügen bekommen, mit der königlichen Familie zu laufen. Zur Wahl stehen Apenrade, Hadersleben und Sonderburg. Höchstwahrscheinlich werde er selbst auch mitlaufen, so der Kronprinz.

Insgesamt hatten sich in diesem Jahr über 82.000 Personen für den Royal Run gemeldet. Zur Wahl standen drei Laufstrecken von 1,6 bis 10 Kilometern. Aufgrund eines Bandscheibenvorfalles musste der Kronprinz auf die lange Strecke verzichten – und ging stattdessen 1,6 Kilometer in Aarhus.

Begeisterung in Nordschleswig

Dass das Royal Run im kommenden Jahr auch nach Nordschleswig kommt, sorgt für Begeisterung im Apenrader Rathaus. Der dortige Bürgermeister, Thomas Andresen (Venstre), freut sich für die gesamte Region. „Ein Royal Run in Nordschleswig ist fantastisch“, so Andresen gegenüber dem „Nordschleswiger“. „Es ist toll, dass man die Grenzfeierlichkeiten auf diese Weise begehen kann“, betont Andresen und verweist darauf, dass mit dem Royal Run die 2020-Feierlichkeiten auch mit einer nicht-historischen Veranstaltung gefeiert werden können.

Auf die Frage, ob er als Apenrades Bürgermeister etwas dafür tun werde, die Veranstaltung nach Apenrade zu holen, antwortet er: „Nein, das werde ich nicht. Ich freue mich in erster Linie für Nordschleswig und dass ein solch volksnahes Königshaus mit uns die Grenzziehung feiert – aber es wäre selbstverständlich fantastisch, wenn der Royal Run in Apenrade stattfindet.“ Wo der Lauf veranstaltet wird, ist ihm zufolge eine Sache des Königshauses. „Das Praktische wird dann mit Sportevent Syd geregelt“, so der Bürgermeister.

Auch in Sonderburg freut sich Bürgermeister Erik Lauritzen (Sozialdemokraten) über die Aussichten, den Royal Run nach Nordschleswig zu bekommen. „Die Veranstaltung könnte eine gute Ergänzung zur 2020-Feier werden“, so Lauritzen.

Wie sein Kollege in Apenrade, würde er sich über eine Platzierung der Veranstaltung in seiner eigenen Stadt freuen. „Eine Laufstrecke hier bei uns, mit Sonderburg und Düppel, wäre fantastisch. Aber es gibt ja auch andere Städte mit Qualitäten“, so der Bürgermeister zurückhaltend.

Vom Bürgermeister der Kommune Hadersleben, H. P. Geil (Venstre), wird die Veranstaltung ebenfalls begrüßt. „Der Royal Run übertrifft ja alles an volksnahen Veranstaltungen. Dieser Lauf kann viele Leute animieren“, so H. P. Geil und ergänzt: „Für Nordschleswig ist das ein Gewinn.“ Doch auch Geil weiß: Eine solche Veranstaltung ist nicht kostenlos.

„Wir haben viele große Veranstaltungen im kommenden Jahr. Wir müssen natürlich untersuchen, ob wir für einen solchen Lauf noch zusätzlich Platz haben. Bisher haben wir uns auch noch keinen Überblick über die Kosten verschafft“, so der Bürgermeister, dessen Kommune derzeit vor Sparmaßnahmen steht.

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Siegfried Matlok
Siegfried Matlok Senior-Korrespondent
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