Region Süddänemark

Haushalt 2019: Keine Strahlenbehandlung in Flensburg

Haushalt 2019: Keine Strahlenbehandlung in Flensburg

Haushalt 2019: Keine Strahlenbehandlung in Flensburg

Vejle
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Ein modernes Bestrahlungsgerät (Archivbild). Foto: dpa

Der kommende Haushalt für die Region Süddänemark steht: Am Montagabend haben sich 39 der 41 Ratsmitglieder auf einen breiten Vergleich geeinigt. Die grenzüberschreitende Strahlenbehandlung in Zusammenarbeit mit Flensburg wird im Budget nicht berücksichtigt.

Von 17 Uhr bis 22.30 Uhr diskutierten die Parteien des süddänischen Regionsrates am Montagabend noch einmal den Haushalt für 2019, dann erfolgte eine Einigung über nahezu alle Parteien hinweg. Venstre, Sozialdemokraten, Sozialistische Volkspartei, Dänische Volkspartei, Konservative, Radikale Venstre und die parteilose Politikerin Marianne Mørk Mathiesen haben den Budgetvorschlag unterschrieben, der am 24. September im Rahmen der Regionsratssitzung formell verabschiedet werden soll. Die beiden Mandatsträger von der Einheitsliste überlegen noch, ob sie dem Budget zustimmen werden.

Großer Profiteur des Haushaltes sind die Psychiatrien der Region, sie erhalten 43 Millionen Kronen zusätzlich. Die Verhandlungen seien in einem guten Ton geführt worden, so Regionsratsvorsitzende Stephanie Lose (Venstre). „Ich freue mich, dass wir einen breiten Vergleich erzielt haben.“ Man habe kurzsichtige „stop-and-go“-Lösungen vermeiden können. „In diesem Jahr haben wir die Möglichkeit, die Aufgabenbewältigung in einer Reihe von Feldern zu stärken, was sowohl den Patienten als auch den Mitarbeitern zugute kommt.“ So sollen beispielsweise im Bereich der Notfallmedizin mehr Krankenschwestern angestellt werden.

Der gesamte Betriebshaushalt für 2019 beläuft sich auf 26 Milliarden Kronen.

„In Vejle und Odense genügend Kapazitäten“

Nicht im Haushaltsvergleich berücksichtigt ist die grenzüberschreitende Strahlenbehandlung in Kooperation mit dem St. Franziskus Krankenhaus in Flensburg. „Nein, das ist nicht Teil des Budgets“, bestätigt der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, Poul-Erik Svendsen (Soz.). Man habe zwar im Laufe der Haushaltsverhandlungen darüber gesprochen. „Aber wir bleiben dabei, dass es in unseren Bestrahlungsabteilungen in Vejle und Odense genügend Kapazitäten gibt, die wir ausnutzen wollen und sollen. Wenn wir das nicht tun, unterhöhlen wir unsere eigenen Angebote. Denn solche Spezialabteilungen müssen ausgelastet sein, damit sie Sinn ergeben“, so der Sozialdemokrat, der mit dem Budget „wunschlos glücklich“ ist.

Die Schleswigsche Partei hatte bis zuletzt gefordert, an das Wohl der rund 150 Krebspatienten jährlich zu denken und den Bestrahlungsort Flensburg wieder anzubieten, um den Kranken die lange Fahrt aus Nordschleswig nach Vejle zu ersparen.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Einseitige Grenzöffnung“