Wirtschaft

Schmutzkampagne: Rettungsdienstleister Falck zahlt Millionenbetrag

Schmutzkampagne: Rettungsdienstleister Falck zahlt Millionenbetrag

Schmutzkampagne: Rettungsdienstleister Falck zahlt Millionen

Kopenhagen
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Mit einer Schmutzkampagne versuchte Falck, den Konkurrenten Bios aus dem Geschäft zu drängen. Nun zahlt Falck einen Millionenbetrag dafür. Foto: Thomas Borberg/Politiken/Ritzau Scanpix

Mit einer Schmutzkampagne ging der Rettungsdienstleister Falck gegen den Konkurrenten Bios vor. Nun zahlt Falck dafür.

Der dänische Rettungsdienstleister Falck ist mit dem niederländischen Konkurrenten Bios und der Region Süddänemark einen Vergleich über 152,5 Millionen Kronen eingegangen. Falck hatte zugegeben, den Ruf des Konkurrenten Bios geschädigt zu haben, um ihn so vom Markt zu drängen. Falck nimmt in Dänemark als Rettungsdienstleister eine starke Position ein; Bios hatte zwischen 2014 und 2015 den Rettungsdienst für die Region Süddänemark betrieben.

In Danmarks Radio (DR) zeigt sich die Regionsratsvorsitzende von Süddänemark, Stephanie Lose (Venstre) zufrieden. „Für die Region bedeutet dies, dass sie die Sache nicht mehr verfolgen muss und Ressourcen spart. Zudem erhalten wir eine beträchtliche finanzielle Entschädigung", so Lose in DR.

Dem Wettbewerbsrat zufolge hatte Falck mittels einer verdeckten Kommunikations-Kampagne Zweifel an der Leistungsfähigkeit von Bios gesät und Unruhe geschaffen. Zudem hinderte Falck eigene Rettungskräfte daran, zu Bios zu wechseln. Bios konnte nicht genug Personal bereitstellen und seinen Vertrag mit der Region Süddänemark nicht erfüllen.

Falck habe sich in einer völlig unakzeptablen Art und Weise verhalten, die das Unternehmen nicht wieder an den Tag legen werde, so Falck-Direktor Jakob Riis. Man habe eine Lösung für alle großen und kleinen Gläubiger erarbeitet, so Riis weiter.

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