Gesundheit

Bei Corona-Fall am Gymnasium: Nur einzelne Schüler sollen zu Hause bleiben

Corona-Fall am Gymnasium: Nur einzelne Schüler sollen zu Hause bleiben

Corona-Fall: Nur einzelne Schüler sollen zu Hause bleiben

dodo
Kopenhagen/Apenrade
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Künftig sollen an Gymnasien nicht mehr ganze Klassen nach Hause geschickt werden. Foto: Sara Wasmund

Neue Richtlinien der Gesundheitsbehörde besagen, dass Gymnasien bei einem Corona-Fall nicht mehr die ganze Klasse nach Hause schicken sollen. Am DGN muss nichts in der Planung geändert werden. Es wird weiterhin im Einzelfall entschieden.

Wenn in einer Klasse eines Gymnasiums in Dänemark ein Schüler am Coronavirus erkrankt, soll künftig nicht mehr die ganze Klasse nach Hause geschickt werden, sondern stattdessen nur die Mitschüler oder Lehrer, die engeren Kontakt zum Erkrankten hatten.

So steht es in den neuen Richtlinien der staatlichen Gesundheitsbehörde.

Demnach sollen die Kontaktpersonen nach Hause geschickt und dann frühestens noch vier Tagen auf das Coronavirus getestet werden.

Zuletzt hatten landesweit Gymnasien nach Corona-Fällen ganze Klassen zur Quarantäne nach Hause geschickt.

Keine Änderungen am DGN

Beim Deutschen Gymnasium für Nordschleswig (DGN) bringen die Richtlinien keinerlei Änderung im Handlungsplan.

„Wir haben Anfang des Schuljahres bei den Behörden nachgefragt, was bei einem Corona-Fall zu tun ist, und haben die Antwort bekommen, dass es keine pauschale Anordnung dafür gibt, sondern je nach Einzelfall bewertet wird“, sagt DGN-Direktor Jens Mittag.

Bisher habe es noch keinen Corona-Fall geben. Sollte dieser aber auftreten, bedeutet dies, dass gemeinsam mit den Behörden entschieden werde, ob einzelne Schüler oder die ganze Klasse in den Heimunterricht geschickt werden oder ob sogar die Schule geschlossen werden muss.

Die Behörden haben zudem eine Definition herausgegeben, ab wann es sich um nähere Kontakte handelt. Dies gilt für alle Personen, die mehr als 15 Minuten in einem Abstand von einem Meter oder weniger zusammen waren.

„Auch wenn unsere Klassenräume eng sind, denke ich schon, dass die Abstände gut eingehalten werden können und es da keine größeren Schwierigkeiten geben wird“, sagt Mittag.

Expertin glaubt nicht an höheres Risiko

Die Oberärztin der Gesundheitsbehörde, Bolette Søborg, ist nicht der Meinung, dass für die Schüler ein erhöhtes Risiko besteht, wenn man nach einem Corona-Fall die anderen Schüler nicht nach Hause schickt.

„Die Schulen haben richtig viel Arbeit geleistet, um alle Anforderungen zu erfüllen. Das wäre nun nur noch eine zusätzliche Belastung“, so Søborg zur Nachrichtenagentur „Ritzau“.

Die Richtlinien wurden nun ergänzt, weil zuletzt die Corona-Zahlen im Land auf Rekord-Niveau waren.

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