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Wilfried Reschke 80

Wilfried Reschke 80

Wilfried Reschke 80

Siegfried Matlok
Siegfried Matlok Senior-Korrespondent
Kopenhagen/Apenrade
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Wilfried Reschke
Wilfried Reschke Foto: DN

Der ehemalige Commerzbank-Direktor in Kopenhagen wurde wegen seiner Verdienste um die dänisch-deutschen Beziehungen ausgezeichnet.

Der frühere Direktor der Commerzbank Kopenhagen, Wilfried Reschke, feiert am 22. September seinen 80. Geburtstag. Er war ein angesehener Mann der deutschen Wirtschaft, der sich sowohl in deutschen als auch in dänischen Kreisen hohe Anerkennung für seine fachliche Kompetenz erworben hat. Die Bundesrepublik Deutschland verlieh ihm 2002 das Bundesverdienstkreuz am Bande, und 2005 ernannte ihn Königin Margrethe zum Ritter des Dannebrogs „wegen seiner Verdienste um die deutsch-dänischen Beziehungen“.

Der in Flensburg geborene Reschke – seine Mutter stammte aus Jels – kam nach nationaler und internationaler Banklehre 1974 nach Kopenhagen, wo er mit dem Aufbau der Repräsentanz der Commerzbank für die nordischen Länder beauftragt wurde, die sich auf das Firmenkundengeschäft spezialisierte, unter anderem aber auch in Konsortien mit großen Anleihen für den damals ökonomisch bedrängten und im Ausland hoch verschuldeten dänischen Staat.

Als Direktor bis 2005 wurde er zu einem führenden Vertreter der deutschen Wirtschaft in Kopenhagen – auch mit engen Kontakten auf Christiansborg. Er trug als langjähriges Vorstandsmitglied des Deutsch-Dänischen Industrie- und Handelsklubs wesentlich dazu bei, die Beziehungen zwischen deutscher und dänischer Wirtschaft auszubauen – und als wichtiges Kapital auch menschliches Vertrauen schaffend. Letzteres trug dazu bei, dass er als einer der wenigen ausländischen Mitglieder ehrenvoll in eine der führenden VL-Gruppen der Stadt („Virksomhedsledere“) aufgenommen wurde, wo er auch durch seine Kenntnisse der deutschen Wirtschaft und Politik für die dänischen Kollegen noch heute ein wichtiger Gesprächspartner ist.

Da Wilfried Reschke durch Familienbande mit Nordschleswig eng verbunden war, hat er sich auch in Kopenhagen stets für Fragen der Minderheit und des deutsch-dänischen Grenzlandes interessiert, besonders auch für die Arbeit des deutschen Sekretariats in Kopenhagen.

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