Gesundheitsprofil 2017

Süddänen trinken weniger, rauchen weiterhin viel und werden immer dicker

Süddänen trinken weniger, rauchen weiterhin viel und werden immer dicker

Süddänen trinken weniger, rauchen weiterhin viel und werden immer dicker

Vejle
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Foto: dpa

Die Region Süddänemark hat das neue Gesundheitsprofil für seine Bürger ausgewertet. Mehr als 58.000 Süddänen wurden zu ihrer Gesundheit und Lebensweise befragt. Das Ergebnis: durchwachsen.

Licht und Schatten im neuen Gesundheitsprofil der Süddänen: Rund 40.000 Bürger haben der Region Süddänemark auf einen Fragebogen geantwortet, in dem ihre eigene Gesundheit und ihre Lebensweise einschätzen sollten. Am Mittwoch wurden die Ergebnisse veröffentlicht.

Das Positive: Die Zahl derjenigen, die mehr Alkohol trinken, als die Gesundheitsbehörde empfiehlt, ist weiter gesunken. Empfohlen sind für Frauen nicht mehr als 14 und für Männer höchstens 21 alkoholische Getränke pro Woche. Vor allem in der Altersgruppe 16 bis 24 Jahren ist laut Bericht der übermäßige Alkoholkonsum von knapp 20 Prozent der Befragten im Jahr 2010 auf rund zehn Prozent im vergangenen Jahr gesunken.

Der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses der Region Süddänemark, Bo Libergren (Venstre), sagt zu dem Ergebnis: „Alkohol ist ein direkter oder indirekter Auslöser für mehr als 200 verschiedene Krankheiten, die jedes Jahr vielen Dänen das Leben kosten. Daher ist es wichtig, dass wir den Alkoholkonsum weiter senken.“

Zahl der Raucher stagniert

Weniger positiv ist hingegen die Entwicklung beim Tabakkonsum. Nachdem die Zahl der Raucher jahrelang zurückgegangen war, stagniert sie nun. 19 Prozent der befragten Süddänen gaben an, täglich zu rauchen. 2013 waren es 20 Prozent. Bei jungen Frauen in der Altersgruppe von 16 bis 24 Jahren ist die Zahl sogar leicht gestiegen.

Bo Libergren ist besorgt, er versichert, dass die Region sich auch in Zukunft stark dafür einsetzen werde, um so viele Bürger wie möglich von Zigaretten fernzuhalten. In Dänemark sterben jährlich rund 13.600 Menschen an den Folgen des Rauchens.

Foto: George Gvasalia/unsplash

Sechs von zehn Männern sind übergewichtig

Auch in Sachen Ernährung zeigt das neue Gesundheitsprofil einen negativen Trend für Süddänemark. Die Zahl der Süddänen mit einem Body-Mass-Index (BMI) über 25 steigt weiter an. Rund sechs von zehn Männern sind übergewichtig, 2013 waren es noch 47 Prozent. Bei den Frauen gilt dies derzeit für jede zweite– vier Jahre zuvor waren es noch rund 44 Prozent. Vor allem Männer zwischen 45 und 74 Jahren haben deutlich mehr auf den Rippen als ihnen gut tut. In dieser Altersgruppe haben sogar sieben von zehn Männern ein zu hohes Gewicht.

Die Antworten zeigen zudem, dass immer mehr Süddänen sich ungesünder ernähren und sich gleichzeitig in ihrer Freizeit weniger bewegen.

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