Spitzengastronomie

Michelin-Stern für Sonderburg?

Michelin-Stern für Sonderburg?

Michelin-Stern für Sonderburg?

Walter Turnowsky/Ritzau
Stavanger/Kopenhagen/Sonderburg
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Kann Küchenchef Jesper Koch im Syttende es reißen? Montagabend wird die Entscheidung bekanntgegeben. Foto: Karin Riggelsen

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Montagabend vergibt der Michelinguide die jährlichen Sterne für Restaurants im Norden. Syttende im Hotel Alsik wird von einem Experten zu den möglichen Kandidaten für den ersten Stern gezählt.

Ab Montag um 20 Uhr werden die Topgastronomen Dänemarks gespannt nach Stavanger in Norwegen schauen, sofern sie nicht ohnehin vor Ort anwesend sind.

Dann wird nämlich der Michelinguide die jährlichen Sterne für die nordischen Länder vergeben. Und dieses Mal könnte auch ein Restaurant in Nordschleswig in die Superliga der Gourmettempel aufsteigen. Das meint zumindest der erfahrene Restaurantkritiker Søren Frank von „Berlingske“. Er sieht außerhalb der großen Städte für zwei Kandidaten die Möglichkeit, den ersten Stern zu ergattern: Der eine liegt in Sonderburg.

„Sowohl die gastronomischen Ambitionen als auch die Lage ist haushoch im Syttende im Hotel Alsik, wo Jesper ‚Masterchef‘ Kock die Töpfe lenkt“, so Frank.

Die Sterne

Der Michelinguide bewertet bei der Austeilung der Sterne nach eigener Aussage ausschließlich das Essen.

  • Ein Stern bedeutet „ein sehr gutes Restaurant in seiner Kategorie“.
  • Zwei Sterne bedeuten „einen Umweg wert“.
  • Drei Sterne „eine Reise wert“.

Restaurant Lyst in Vejle, Substans in Aarhus und Susha Anaba zählt er ebenfalls zu den möglichen Newcomern in der Bibel der Gourmets.

Vermutlich gleiche Anzahl Sterne

Bislang müssen Nordschleswiger nach Fredericia zu Tin Trin Ned oder zum Henne Kirkeby Kro fahren, um die Sterneküche zu genießen. Letzteres ist dann auch einen „Umweg wert“, denn es hat zwei Sterne.

2020 erhielten 26 Restaurants in Dänemark insgesamt 35 Michelin-Sterne. Laut Frank wird die Anzahl der Sterne vermutlich ungefähr gleich bleiben, denn drei der Sternerestaurants wurden seither geschlossen.

Nur ein Restaurant in Dänemark hat drei Sterne, das Geranium in Kopenhagen. Sieben haben zwei Sterne, darunter Noma in Kopenhagen, dass auch dieses Jahr wieder auf den dritten Stern hofft. 18 haben einen Stern.

Unter anderem dieses Gericht hat den Kritiker Søren Frank überzeugt. Ob das auch für die Preisrichter des Michelinguide gilt, wissen wir Montagabend. Foto: Lene Esthave/Ritzau Scanpix

Zunächst hat der Michelinguide Sterne vor allem an Restaurants in Kopenhagen verteilt. In steigendem Maß haben die Preisrichter nun bemerkt, dass auch in der dänischen Provinz allmählich so einiges los ist.

Ob sich Jesper Koch im Syttende oder René Redzepi im Noma sich Montagabend freuen dürfen, ist allerdings noch sehr offen. Der Michelinguide hat bereits mehrfach bewiesen, dass er nicht unbedingt die Einschätzung der dänischen Kritikerinnen und Kritiker teilt.

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