Kunstprojekt

Enten außer Rand und Band

Enten außer Rand und Band

Enten außer Rand und Band

Annika Zepke
Annika Zepke Journalistin
Hadersleben/Haderslev
Zuletzt aktualisiert um:
Lasse Petersen hat das Kunstprojekt „The Ducks' Army“ gemeinsam mit den beiden Künstlern Felix Pedersen und Bruno Kjær organisiert. Foto: Ute Levisen

Gerade erst sind sie feierlich eingeweiht worden, schon geraten sie außer Rand und Band: die bunten Lockenten im Hafenbecken am Streetdome. Hochwasser hat der Kunst-Installation „The Ducks‘ Army“ am Donnerstag zugesetzt.

Da staunte Lasse Petersen nicht schlecht, als er am Donnerstagmorgen zufällig mit seinen Fahrradfreunden am Hafenbecken neben dem Streetdome vorbeifuhr: Die Enten aus der Kunstinstallation „The Ducks‘ Army“, die er gemeinsam mit den Künstlern Felix Pedersen und Bruno Kjær erst zwei Wochen zuvor eingeweiht hatte, tanzten völlig aus der Reihe.

Ursache: Hochwasser

„Das sah furchtbar aus“, erzählt Petersen. „Die Enten hatten sich sozusagen neu formiert“. Im ersten Moment habe er das Entenchaos im Hafenbecken für einen Fall von Sachbeschädigung gehalten. „Inzwischen halte ich es für wahrscheinlicher, dass starkes Hochwasser die Ursache ist“, so der Organisator des Kunstprojekts. „Einige Entenreihen waren wahrscheinlich nicht ausreichend im Hafenbecken verankert.“

Einige Enten waren offensichtlich nicht ausreichend im Boden des Hafenbeckens verankert, sodass die Entenformation durch das Hochwasser etwas aus der Bahn geworfen wurde. Foto: Ute Levisen

Bei dem abgeknickten Fahnenmast im Hafenbecken ist Petersen sich jedoch sicher, dass es sich um Sachbeschädigung handelt. Die Polizei werde er dennoch nicht einschalten.

Chaos stößt auf Gefallen

Am Dienstag hat Lasse Petersen bereits damit begonnen, die Enten wieder in ihre ursprüngliche Formation zu bringen. „Das gestaltet sich ohne Boot etwas schwierig“, erklärt er. In den nächsten Tagen sei die Hauptaufgabe daher, ein Boot zu organisieren, um die Enten in der Mitte des Hafenbeckens wieder festzumachen, so Petersen weiter.

Auch die Künstler hat Lasse Petersen bereits über die kaputte Installation informiert. Zu seiner Überraschung haben diese die Nachricht äußerst positiv aufgenommen: „Ihnen hat die Vorstellung der ausbrechenden Enten gut gefallen. Sie finden, dass die Installation gerne eine neue Form annehmen darf.“ So gesehen ist ja Ente gut, alles gut.

Mehr lesen