Vater-Kind-Gruppe

„Fars Legestue“: Jetzt sind die Väter an der Reihe

„Fars Legestue“: Jetzt sind die Väter an der Reihe

„Fars Legestue“: Jetzt sind die Väter an der Reihe

Annika Zepke
Annika Zepke Journalistin
Hadersleben/Haderslev
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Am Donnerstagnachmittag fand im Haderslebener Gesundheitscenter erstmalig ein Vater-Kind-Treff statt. Anders Davidsen und seine Tochter Thea waren auch dabei. Foto: Annika Zepke

In größeren Kommunen sind sie gang und gäbe: Vater-Kind-Gruppen. Doch auch in der Kommune Hadersleben gibt es mit „Fars Legestue“ nun ein Angebot für Väter und ihre Kinder. Am Donnerstag hat der erste Haderslebener Vater-Kind-Treff stattgefunden, und der Zulauf war größer als erwartet.

„Wir sind ganz überrascht, dass so viele gekommen sind, wir wussten ja nicht, wie das Angebot angenommen wird“, meint Kamilla Skare erfreut. „Wir haben auf das Beste gehofft, aber mit dem Schlimmsten gerechnet“, ergänzt Toke Prisak Jakobsen.

Die Rede ist von „Fars Legestue“, einer Art Mutter-Kind-Gruppe für Väter – die erste dieser Art in der Kommune Hadersleben – wo Väter die Möglichkeit haben, mit Gleichgesinnten zusammenzukommen, sich auszutauschen und einen abwechslungsreichen Nachmittag mit ihren Kindern zu verbringen.

Auftaktveranstaltung mit vielen Vätern

Am Donnerstag fand der Vater-Kind-Treff im Haderslebener Gesundheitscenter zum ersten Mal statt, und der Zulauf war größer als erwartet: Zwölf Väter haben das Angebot wahrgenommen und sind mit ihren 0- bis 3-jährigen Kindern zur „Fars Legestue“ gekommen.

Gesundheitsschwester Kamilla Skare und Toke Prisak Jakobsen, Koordinator des Haderslebener Gesundheitscenters, haben den Vater-Kind-Treff ins Leben gerufen, der von der Kommune und dem „Forum for Mænds Sundhed“ gefördert wird. Foto: Annika Zepke

„Wir hoffen natürlich, dass auch in Zukunft viele kommen“ meint Toke Prisak Jakobsen, Koordinator des Haderslebener Gesundheitscenters. Er war es, der den Haderslebener Vater-Kind-Treff ins Leben gerufen hat. „Durch Gespräche mit anderen Vätern bin ich darauf aufmerksam geworden, dass es in der Kommune an Angeboten für Väter und ihre Kinder mangelt, aber dass diese durchaus erwünscht sind“, so Prisak Jakobsen. Dass er letztendlich die Initiative ergriffen hat, sei auch seinen eigenen Erfahrungen geschuldet, wie er erzählt: „Ich bin als frischgebackener Vater in die Kommune Hadersleben gezogen und hätte mich über eine Möglichkeit, mit anderen Vätern in Kontakt zu kommen, sehr gefreut.“

Fachkundige Unterstützung

Unterstützt wird Prisak Jakobsen bei dem Projekt „Far’s Legestue“ von Kamilla Skare. Die Gesundheitsschwester wird bei den zweistündigen Treffen, die jeden Donnerstag von 14.15 Uhr bis 16.15 Uhr im Trainingssaal des Haderslebener Gesundheitscenters stattfinden, ebenfalls anwesend sein und für Fragen aller Art zur Verfügung stehen. „Ansonsten werde ich mich aber weitestgehend im Hintergrund halten“, so Skare, die sich als sogenannte Vater-Botschafterin in der Kommune Hadersleben für die Belange der Väter einsetzt.

Mads Ørbæk und Sohn Malte haben Spaß beim Vater-Kind-Treff. Foto: Annika Zepke

Das Angebot richtet sich primär an Väter in Elternzeit. Aber auch Väter, die sich einfach einen Tag oder Nachmittag freigenommen haben, sind mit ihren Kindern im Alter von 0 bis 5 Jahren herzlich willkommen. Ein Programm gibt es bei dem Vater-Kind-Treff nicht, dort wird schlichtweg drauflosgespielt.

Gute Möglichkeit zum Austausch

„Es ist eine tolle Möglichkeit, mit den Kindern aus dem Haus zu kommen und sich gleichzeitig mit anderen Vätern auszutauschen, die in ähnlichen Situationen sind“, meint Anders Davidsen, der seit August in Elternzeit und mit seiner elf Monate alten Tochter Thea zum Vater-Kind-Treff gekommen ist. „Sonst hört man immer nur von Mutter-Kind-Gruppen, daher finde ich es super, dass es jetzt auch ein Angebot für uns Väter gibt.“

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