Stadtentwicklung

Fredsted und Hochhaus: Jede Menge Beton auf der Agenda

Fredsted und Hochhaus: Jede Menge Beton auf der Agenda

Fredsted und Hochhaus: Jede Menge Beton auf der Agenda

Hadersleben/Haderslev
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In Fredsted vor den Toren der Stadt soll ein neues Wohnviertel mit bis zu 75 Häusern entstehen. Foto: Ute Levisen

Der Finanzausschuss hat jede Menge Beton auf der Tagesordnung seiner nächsten Sitzung: das Hochhaus-Projekt am Hafen sowie eine neue Wohnsiedlung in Fredsted an der Peripherie der Domstadt. Der Weg für beide Vorhaben scheint geebnet.

Der Technische Ausschuss hat gesprochen – und damit mehrheitlich die Weichen gestellt. Das in Teilen der Bevölkerung sowie unter externen Fachleuten umstrittene Hochhaus-Projekt am Haderslebener Hafen hat bei der Abstimmung auf der jüngsten Sitzung lediglich zwei Gegenstimmen erhalten: Bent Vedsted Rønne (Sozialdemokratie) und Svend Brandt (Einheitsliste) votierten dagegen.

Änderungsvorschläge

Jede Menge Beton, der den Hafen schändet – mehr kann Brandt dem Vorhaben am Hafen nicht abgewinnen. Und dies ungeachtet der Tatsache, dass auf Initiative von Carsten Leth Schmidt (Schleswigsche Partei) eine Änderung im Planungsentwurf „in letzter Minute“ beispielsweise ein Café in den obersten Etagen des knapp 52 Meter hohen Objekts ermöglicht.

Das am Honnørkajen geplante Hochhaus empfinden nicht alle Bürger als gute Idee. Foto: Ute Levisen

Bedenken wegen Naturschutzes

Die Erweiterung der Wohnsiedlung im wunderschön gelegenen Fredsted stößt bei Anwohnern nicht nur auf Freude. Sie schlagen vor, die Linienführung des geplanten Weges zu ändern – mit Verweis auf Natur- und Tierschutz. Der Verein der Grundeigentümer betont, dass die Anwohner nicht gegen den Ausbau der Siedlung seien, doch solle man Rücksicht auf Natur- und Tierleben nehmen, sodass möglichst viele Menschen die Vorzüge der Natur dort genießen können.

„Ein schlechtes Geschäft“

Auch hier stimmte Svend Brandt dagegen: „Juristisch ist sicher alles in Ordnung, doch wir sollten Rücksicht auf die wertvolle Naturlandschaft nehmen“, so Brandt unter anderem mit Verweis auf den sogenannten Hohlweg, der durch das geplante Wohngebiet verlaufen wird.

Außerdem bezeichnet er den Ausbau der Wohnsiedlung als ein schlechtes Geschäft für die Kommune, gerade wegen der besonderen natürlichen Gegebenheiten dort: „Die Landschaft hat ein großes Gefälle. Eine Parzellierung dürfte daher kostspielig werden – ebenso der Grundstückserwerb von den Landwirten, denen die Ländereien gehören.“

Der Finanzausschuss und in letzter Instanz das Kommunalparlament werden das letzte Wort in beiden Angelegenheiten haben.

Der Hohlweg sorgt für jede Menge Diskussionen, weil er inmitten einer wertvollen Naturlandschaft liegt. Foto: Ute Levisen
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