Schleswigsches Musikkorps

Langjährige Tradition fällt Corona zum Opfer

Langjährige Tradition fällt Corona zum Opfer

Langjährige Tradition fällt Corona zum Opfer

Annika Zepke
Annika Zepke Journalistin
Hadersleben/Haderslev
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Die Freitagsparade des Schleswigschen Musikkorps durch die Haderslebener Innenstadt entfällt vorerst bis einschließlich 22. November. (Archivfoto) Foto: Annika Zepke

Es ist still geworden in Hadersleben. Die Parade des Schleswigschen Musikkorps, die traditionsgemäß jeden Freitag um die Mittagszeit in der Haderslebener Innenstadt stattfindet, entfällt vorerst. Schuld daran ist wieder einmal die Corona-Pandemie.

Alteingesessenen Haderslebenern und Haderslebenerinnen ist es in den vergangenen Wochen vielleicht schon aufgefallen: Es bleibt still am Freitagvormittag. Die traditionelle Freitagsparade des Schleswigschen Musikkorps, die von der Haderslebener Kaserne aus durch die Innenstadt geht und um Punkt zwölf Uhr vor dem Dom zu Hadersleben ihr Ende findet, entfällt vorerst.

Kein falsches Signal senden

Bereits seit Anfang Oktober werden die Freitagsparaden ausgesetzt. Grund dafür ist wieder einmal die Corona-Pandemie. „Seit der Verschärfung der Corona-Regeln gilt ein Versammlungsverbot von mehr als zehn Personen, daher halten wir es für das falsche Signal, wenn wir mit mehr als zehn Personen durch die Haderslebener Innenstadt marschieren “, erklärt Presseoffizier Jesper Lindgaard. Dabei die geforderten zwei Meter Mindestabstand einzuhalten, sei ebenfalls schwierig.

„Zudem sollen Körperflüssigkeiten wie Speichel oder Schweiß mitunter die größten Infektionsquellen sein und beim Spielen einiger Blasinstrumente lässt es sich nicht verhindern, dass diese frei werden“, so der Presseoffizier.

Infektionsrisiko gering halten

Darüber hinaus habe die Ausbildung der Soldaten sowie die Aufrechterhaltung der Operationsfähigkeit des Schleswigschen Infanterieregiments oberste Priorität, wie Jesper Lindgaard betont: „Daher müssen wir im Regiment alles dafür tun, um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten. Wir sind viele Menschen, die hier ständig versammelt sind. Da müssen wir besonders achtsam sein.“

Vorerst sind die Freitagsparaden bis einschließlich 22. November abgesagt. Laut Lindgaard werde aber bereits an einer Alternative gearbeitet.

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