Nachruf

Meta Marie Jessen in memoriam

Meta Marie Jessen in memoriam

Meta Marie Jessen in memoriam

Karin Friedrichsen
Karin Friedrichsen Journalistin
Sommerstedt/Sommersted
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Meta Marie Jessen ist am 14. Januar gestorben. Das Foto ist vom April 2009, als die nun Verstorbene und ihr Mann, Jeppe Barsøe Jessen, diamantene Hochzeit feierten. Foto: Karin Friedrichsen

Meta Marie Jessen ist verstorben. Ihre drei Kinder erinnern an ihre fürsorgliche Mutter, die von der Kirche in Bjerning aus beerdigt wird. Ihr Ehemann trauert um seine Frau, die er vor knapp 71 Jahren heiratete.

Meta Marie Jessen, geborene Jacobsen, ist nach zunehmender Altersschwäche im Alter von 94 Jahren im Sommerstedter Pflegeheim gestorben. Die Verstorbene und ihr Ehemann, Jeppe Barsøe Jessen, verlegten vor etwa drei Jahren aus gesundheitlichen Gründen ihren Wohnsitz von Schaubölling/Skovbølling nach Sommerstedt/Sommersted.

„Wir sind sehr dankbar. Unsere Eltern haben eine ganz tolle und liebe Pflege erhalten“, erzählt Lisa Carstensen, das älteste Kind der Verstorbenen.

„Eliselund“ war viele Jahre der Dreh- und Angelpunkt

Meta Marie Jessen, die seit ihren Kindertagen nur Marichen genannt wurde, ist auf einem Hof in Broackerland aufgewachsen. Sie hatte an der Schule in Tingleff Hauswirtschaft gelernt und übte diesen Beruf auf „Ultanggaard“ auf dem Haderslebener Ness und in Gravenstein/Gråsten aus.

Auch das Schneidern hatte die tüchtige Hausfrau in jungen Jahren gelernt. Marichen Jessen und Jeppe Barsøe Jessen lernten sich in Schnabek/Snogbæk kennen. Das Paar heiratete am 8. April 1949 in der Kirche zu Broacker/Broager. Danach begann die gemeinsame Zukunft in Schaubölling auf dem Hof „Eliselund“. Jeppe Barsøe Jessen führte den Hof in neunter Generation.

Tüchtige Hausfrau und liebevolle Mutter

Marichen Jessen widmete sich mit Fleiß und Engagement der Haushaltsführung und den drei Kindern Lisa, Jes und Kurt. Sie liebte Handarbeiten und malte sehr gerne auf Porzellan, wie sie dem „Nordschleswiger" im Interview erzählte in Verbindung mit der diamantenen Hochzeit im April 2009.

„Meine Mutter hat sehr viel gemalt und getöpfert. Ich habe Tassen und Essgeschirr, das sie mir schenkte“, erinnert sich Lisa Carstensen. Die Liebe zu Hunden teilte das Ehepaar auch. „Wir hatten immer schwarze Kurzhaardackel“, erinnert sich Lisa Carstensen.

Marichen und Jeppe Barsøe Jessen sind ein Teil der deutschen Minderheit gewesen, und ihre drei Kinder besuchten die Deutsche Schule Hadersleben (DSH).

Als Sohn Kurt 1982 „Eliselund“ übernahm, zogen sich Marichen und Jeppe Jessen auf die nahe gelegene Abnahme zurück. Dort versammelte das Ehepaar seine große Familie um sich.

„Unsere Eltern sind ein großes Vorbild für uns. Sie sind immer ein Herz und eine Seele gewesen und eine feste Burg für uns Kinder“, unterstreicht Lisa Carstensen.

Ein Herz und eine Seele

Solange es ihre Gesundheit zuließ, stand Marichen Jessen in der Küche, um ihre Kinder, Enkel und Urenkel zu bekochen, wenn diese zu Besuch kamen. Der Familienzusammenhalt war den Senioren wichtig. Sie verbrachten auch ihre Gnadenhochzeit (dänisch: jernbryllup, 70 Jahre) im April 2019 im Pflegeheim zusammen mit ihren Angehörigen und Freunden.

Ihre drei Kinder und Schwiegerkinder haben der Verstorbenen sechs Enkel und neun Urenkel geschenkt. Sohn Jes, der Ingenieur ist, wohnt in Kopenhagen. Lisa, die als Krankenschwester arbeitete, lebt in Sonderburg und Sohn Kurt wohnt noch immer in Schaubölling.

„Der Tod unserer Mutter ist ein schwerer Schlag für unseren Vater. Er kümmerte sich bis zuletzt um seine Frau, mit der er so viele gemeinsame Jahre verbrachte“, sagt Lisa Carstensen.

Meta Marie Jessen wird am Dienstag, 21. Januar, ab 12 Uhr von der Kirche in Bjerning aus beerdigt.

Meta Marie Jessen wird auf dem Friedhof in Bjerning beerdigt. Foto: Karin Friedrichsen
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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„100 Jahre Mehrwert“