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Pokalfinale im Mini-Stadion am Graben

Pokalfinale im Mini-Stadion am Graben

Pokalfinale im Mini-Stadion am Graben

Karin Friedrichsen
Karin Friedrichsen Journalistin
Hadersleben/Haderslev
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Koordinator Christian Schulz veranstaltete das Event am Graben. Foto: Karin Friedrichsen

450 Zuschauer verfolgten am Mittwochabend das Pokalfinale zwischen SønderjyskE und AaB unter offenem Himmel auf einem Großbildschirm. Geschäftskoordinator hatte fünf Tage, um das Event unter Dach und Fach zu bringen.

Als das Pokalfinale zwischen SønderjyskE und AaB am Mittwochabend in Esbjerg ausgetragen wurde, veranstaltete „Haderslev Butikker“ zusammen mit SønderjyskE und Pokal-Stifter Sydbank, ein Fest in kleinem Rahmen auf dem Haderslebener Graben.

Palle Løgstrup, Vorsitzender des Geschäftsverbandes, hatte angeregt, ein „Mini-Pokal-Finale“ für die Haderslebener durchzuführen. „Es war Palles Idee. Die Genehmigung von der Polizei konnten wir erst am vergangenen Freitag einholen. Danach musste alles sehr schnell gehen“, sagt Christian Schulz und lacht.

Voll besetzte Tribüne am Graben Foto: Karin Friedrichsen

Unterstützung von zwei Kooperationspartnern

Um die Corona-Schutzmaßnahmen einhalten zu können, wurden nur 450 Tickets verkauft. Die Karten waren schnell vergriffen, und die Tribüne füllte sich bereits Stunden vor dem Anpfiff um 20 Uhr. Das Pokalspiel wurde auf einem Großbildschirm übertragen, und „Haderslev Butikker“ hatte sich SønderjyskE und Sydbank als Mitstreiter ins Boot geholt.

Ohne die Hilfe der beiden Kooperationspartner hätte der Geschäftsverband die Veranstaltung nicht durchführen können, erklärt Christian Schulz. „Sydbank finanzierte die Miete des Großbildschirms und die Lizenz für die Übertragung. Das sind 50.000 Kronen. So viel Geld hätten wir nicht aufbringen können“, so Schulz, der hinzufügt, dass die Großveranstaltung rund 100.000 Kronen kostete. „Aufgrund der Corona-Krise haben wir im Frühjahr etliche Veranstaltungen absagen müssen. Deswegen hatten wir Geld auf die hohe Kante legen können“, so Schulz.

Niels Jørn Jørgensen präsentiert eine Kopie des begehrten Sydbank-Pokals. Foto: Karin Friedrichsen

Pokal-Kopie sorgte für Stimmung

Sydband-Eventkoordinator Niels Jørn Jørgensen hatte es sich auch nicht nehmen lassen, das Spiel im Beisein der Fans zu begleiten. Der Bank sei es wichtig, den Sport zu unterstützen, und deswegen habe man den Pokal gestiftet. Während die Fußballer aus Nordschleswig den echten Pokal in Esbjerg in Empfang nehmen konnten, stellte Jørgensen am Graben eine Kopie des Pokals vor. Somit kamen die SønderjyskE-Fans auch in den Genuss, den „Pokal“ aus nächster Nähe bewundern zu können.

Zuversichtlicher Sicherheitsbeauftragter

„Wir gewinnen“, prophezeite Max Possiel. Der Haderslebener gehörte dem Stab der Sicherheitsbeauftragten an. „Wir achten unter anderem darauf, dass die coronabedingten Auflagen eingehalten werden“, so Possiel.

Der Haderslebener Fußballklub (HFK) bemannte den Bierausschank. Foto: Karin Friedrichsen

Am Tag danach

Als „Der Nordschleswiger“ Max Possiel am Donnerstagmorgen anrief, klang der junge „Sicherheitsbeauftragte“ etwas müde. „Mein Tipp war, dass wir das Spiel mit 3:2 gewinnen. Aber nun haben die Gegner gar kein Tor gemacht. Man merkte, dass wir den Sieg noch mehr herbeisehnten als die Gegner. Unsere Spieler haben mehr Willen gezeigt“, freut sich der 21-Jährige darüber, dass die Fußballer aus Hadersleben ihre Gegner aus Aalborg mit 2:0 besiegten.

Laut Possiel hatte es kaum Probleme gegeben in dem „Mini-Stadion. „Die Zuschauer mussten auf ihren Plätzen bleiben. Zum Rauchen durfte man auch nicht aufstehen, und es war verboten, lange an der Bar zu verweilen“, erklärt Max Possiel. Er hat sich auch für den Sicherheitsdienst gemeldet, wenn die Pokalsieger am Sonnabend ein wichtiges Spiel im Haderslebener Stadion austragen. „Schwer zu sagen, ob sie es schaffen, sich in der Superliga zu halten. Die Leistung der Mannschaft ist sehr unterschiedlich“, findet der Fußballfan.

Die beiden Eventmanager Christian Schulz (l.) und Niels Jørn Jørgensen Foto: Karin Friedrichsen

Jubelnde Fans

Christian Schulz war erst nach Mitternacht nach Hause gekommen. Um sicherzustellen, dass der Marktplatz sich nach Spielende zügig leerte, hatte er mit seinen Helfern sofort mit dem Aufräumen angefangen. „Die Stimmung war richtig gut. Wir hatten dafür gesorgt, dass nur 200 auf der Bühne sitzen konnten. Das war notwendig, um die Corona-Maßnahmen einhalten zu können. Als die Mannschaft siegte, haben sich die Zuschauer allerdings erhoben. Das war so nicht vorgesehen, aber wir konnten es nicht stoppen. Die Polizei war vielköpfig präsent, die Beamten haben nicht eingegriffen“, erzählt Schulz.

Ein Regenschauer konnte der guten (Fußball-)Stimmung keinen Abbruch tun. Foto: Karin Friedrichsen
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