Café Brummer

So schmeckt die Insel Aarö

So schmeckt die Insel Aarö

So schmeckt die Insel Aarö

Lina Dingler
Aarö/Aarø
Zuletzt aktualisiert um:
Das Restaurant und Café Brummers Gaard liegt unverfehlbar mitten im Dorf Aarö nur wenige 100 Meter vom Fähranleger entfernt. Foto: Privat

Das Café Brummer lockt Besucher der Insel mit Speisen, in denen Produkte und Zutaten von der Insel eine große Rolle spielen.

Marianne Weiman ist eine echte Feinschmeckerin. Wie praktisch, dass die Zutaten auf ihrer Rezeptliste dafür direkt an der Küste Aarös liegen und die gelernte Bankkauffrau vor acht Jahren Lust dazu hatte, die Besucher der Insel an ihrem außergewöhnlichen Geschmack teilhaben zu lassen.
Die Speisekarte des Café und Restaurants Brummer verspricht den Gästen, den Geschmack von Aarö zu erleben. Regionale Fischspezialitäten haben hier also Vorrang. Das Gericht „Frischer Fisch von Aarö“ enthält einen Mix aus Forelle, geräucherten Garnelen und Lachs. Am besten gehe die Fischpfanne, die sei ein echter Klassiker, so die 60-jährige Marianne Weiman.

Vielfältige Kreation auf dem Teller

Wer eine kulinarische Rundreise Aarös auf seinem Gaumen erleben möchte, dem sei geraten, das Gericht mit dem vielversprechend klingenden Namen „Der Geschmack von Aarö“ zu bestellen. In kleinen Portionsschalen angerichtet, lässt sich abwechselnd von der Wurst, bestehend aus Rind und Hirschfleisch, dem hausgemachten Hühnersalat mit Seekohl, der Insel-Salami und allerlei Fischsspezialitäten probieren. Nicht fehlen darf hier die hausgemachte Marmelade. „Die fertigen wir aus wilden Äpfeln an“, erklärt Marianne und passe vorzüglich zum beigelegten Käse.

Das Brummer Café – namentlich angelehnt an den Vorbesitzer – befindet sich in den Räumlichkeiten eines alten Bauernhofs, der mittlerweile unter Denkmalschutz steht. Folgt man der Straße am Fähranleger rechts entlang, gelangt man ohne Umschweife zum großzügig angelegten Hof. Dieser eignet sich neben kulinarischer Verköstigung auch als Veranstaltungsort. „Wir lassen hier gerne Musiker auftreten. Die Räumlichkeiten können aber auch für Feiern, Konferenzen und Seminare gemietet werden“, erklärt die gebürtige Apenraderin. Das Café bietet zudem Platz für Kunstausstellungen.

Regionales von den Inseln

Wer sich den „Geschmack Aarös“ mit nach Hause nehmen möchten, hat in den Räumlichkeiten des Cafés die Qual der Wahl. Zwischen besagter Marmelade und eigener Kräutersalzmischung, kann auch die hausgemachte Limonade käuflich erworben werden. Daneben gibt es zahlreiche Spezialitäten von den verbleibenden 26 kleinen Inseln Dänemarks zu kaufen. „Wir haben uns zu einem sogenannten Insel-Verein zusammengeschlossen, und unterstützen uns und unsere Produkte gegenseitig“, erklärt Marianne.

So werden diese Insel-Importe vom Koch fleißig in die Gerichtkreationen integriert. Wer es jetzt immer noch etwas ausgefallener mag, der kann sich mit Marianne Weiman auf Strandsafari begeben. „Ich liebe es, den Strand abzulaufen und dabei allerhand Pflanzen und Kräuter zu sammeln, die anschließend dem Essen eine spezielle Würze verleihen“, erzählt Marianne Weiman begeistert.

Unsere Empfehlung: Der Geschmack von Aarö. Foto: Lina Dingler

Von der Königin genehmigt

Die royale Absegnung erhielt Marianne und ihr fünfköpfiges Team bereits vor vier Jahren, als Königin Margarethe Aarö einen Besuch abstattete. Auf dem „Brummers Gaard-Mobil“ – einem Golf Cart-ähnlichen Gefährt – ließ sich die Königin über die Insel führen und legte Halt im „Brummer Gaard“ ein. Noch heute sind die Einzelheiten der – extra für die Königin konzipierten – Strandplatte eingerahmt in den Innenräumen des Restaurants zu begutachten.

Hoteleröffnung in diesem Jahr

Kommt mal ein größerer Ansturm an Gästen vorbei, so ist auch Karsten Hansen nicht weit. Gerne greift er seiner Frau beim Ausschenken der Getränke unter die Arme. Bei einem Schnack mit den Gästen, kam ihm schließlich eine Idee: „Dauernd fragten mich die Gäste, ob es hier eine Übernachtungsmöglichkeit gebe“, beginnt der 74-Jährige mit seinen Erzählungen.

Einen Campingplatz und eine Pension gab es in dem 170-Einwohner Dorf zwar, ein richtiges Hotel jedoch nicht. Und so verwirklichte der Hobby-Architekt und Kunstsammler dieses Vorhaben durch den Umbau einer Scheune nur wenige Meter vom Café entfernt. Dort ist seit diesem Jahr Platz für vier Zimmer, von denen sich jedes mit einem anderen Stil auszeichnet. Moderne Architektur mit großen Glasflächen paart sich hier mit antiquarischen Fundstücken, die von dem Aaröer mühsam aufbereitet wurden. Wer sich spontan von der Gemütlichkeit der Insel einnehmen lässt, kann auch kurzfristig bei Karsten Hansen nach einem freien Zimmer fragen.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Das dunkle Netz“