„Stafet for livet“

Sonne, Seifenblasen und ein Rekord zum Auftakt

Sonne, Seifenblasen und ein Rekord zum Auftakt

Sonne, Seifenblasen und ein Rekord zum Auftakt

Hadersleben/Hadesrlev
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Seifenblasen für einen guten Zweck Foto: Ute Levisen

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Das Wetter zeigte sich, wenngleich nicht von der besten Seite, so doch gnädig. 25 Millimeter Regen prasselten am Sonnabendmorgen auf den Dammpark nieder. Zur Eröffnung von „Stafet for livet“ schien die Sonne wie auf Kommando – passend zum Motto des größten Staffellaufs in Dänemark: Hoffnung.

Die Zelte für die vielen Läufer und Helfer sind aufgebaut, ebenso die technischen Anlagen, die „Stafet for livet 2021“ übertragen: Im Dammpark konnte der Vorsitzende der Arbeitsgruppe, Børge Koch, Sonnabendmittag gut 3.400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen – trotz aller möglichen Widrigkeiten, sagte Koch mit Blick auf die hinter uns liegenden Monate mit ständig wechselnden Corona-Auflagen.

Børge Koch und der Direktor der Krebshilfe, Jesper Fisker, konnten zur Eröffnung über 3.400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen. Foto: Ute Levisen

Der größte und der schönste Staffellauf

Die Haderslebener haben es wieder einmal geschafft: Ihr Staffellauf „Stafet for livet“ ist erneut der größte seiner Art in Dänemark und der „schönste“ noch dazu, wie Koch mit unverhohlenem Stolz in seiner Ansprache betonte.

Zahlreiche Fighter beteiligten sich an der Ehrenrunde durch den Dammpark. Foto: Ute Levisen
Ende der Ehrenrunde im Park Foto: Ute Levisen

Viele Fighter, Menschen, die den Krebs besiegt haben, waren in ihren gelben T-Shirts gekommen, um ihre Unterstützung für das Event kundzutun, dessen Erlös der dänischen Krebsforschung zugutekommt.

Zum Auftakt des Staffellauf ließ sich die Sonne blicken. Foto: Ute Levisen

Der Direktor der dänischen Krebshilfe „Kræftens Bekæmpelse“, Jesper Fisker, war eigens nach Hadersleben gekommen, um gemeinsam mit Koch und den vielen Fightern sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmern die traditionelle Runde um den Dammpark zu drehen. Angeführt vom nordschleswigschen Dudelsack-Orchester „Green Forest Pipe Band“ jubelten ihnen die vielen Passantinnen und Passanten vom Wegesrand aus zu.

Die „Green Forest Pipe Band“ führte die Ehrenrunde an. Foto: Ute Levisen

Hilfe für junge Betroffene

Die etwa 70 Staffelläufe, die in diesem Jahr zugunsten der Krebshilfe landesweit stattfanden, helfen mit ihren Erlösen, die Arbeit seiner Organisation zu finanzieren: In Dänemark leben etwa 24.000 Kinder mit einem Elternteil, das an Krebs erkrankt ist. Diesen Kindern und Jugendlichen bei der Bewältigung dieser Herausforderungen zu helfen, sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, so Jesper Fisker.

Applaus für die Fighter vom Wegesrand Foto: Ute Levisen

Seine Organisation habe die Initiative „Omsorg“ – „Fürsorge“ ins Leben gerufen: Fachleute helfen den Betroffenen dabei, diese vor allem für junge Menschen unüberschaubaren Herausforderungen zu bewältigen.

Ehrenrunde durch den Dammpark Foto: Ute Levisen
Die Gänse mussten der Ehrenrunde durch den Dammpark weichen. Foto: Ute Levisen

Lichterzeremonie am Abend

Eine knappe Stunde währte die Ehrenrunde durch den Dammpark, dessen feste Bewohner, die Gänse, für den guten Zweck in den nächsten 24 Stunden in andere Gefilde ausweichen mussten.

Ein letzer Gruß des kürzlich an Krebs verstorbenen Lasse Petersen: die Entenschar auf dem Damm Foto: Ute Levisen

Ein Höhepunkt des Staffellaufs ist stets die Lichtzeremonie am Abend, wenn Kerzen angezündet werden und die Läuferinnen und Läufer auch jener Menschen gedenken, die im Kampf gegen die tückische Krankheit und ihre mannigfaltigen Abarten unterlegen sind.

Zum Auftakt des Staffellaufs fand eine Hochzeit statt: Die vielen Menschen im Park jubelten dem Brautpaar zu. Foto: Ute Levisen

„Kommt zur Lichtzeremonie“, so der Appell von Mads Sandemann, Chefredakteur von der Tageszeitung „JydskeVestkysten“, die neben der Kommune Hadersleben und der Krebshilfe alle Jahre wieder Initiator des Staffellaufs für einen guten Zweck in Hadersleben ist.

Diese Mädchen hatten ihre Seifenblasenmaschinen in Stellung gefahren und begrüßten die Ehrenrunde mit farbenfrohen Seifenblasen. Foto: Ute Levisen
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