„Historie Haderslev“

Von Oberbergs Haus: Wandmalereien kehren bald zurück

Von Oberbergs Haus: Wandmalereien kehren bald zurück

Von Oberbergs Haus: Wandmalereien kehren bald zurück

Karin Friedrichsen
Karin Friedrichsen Journalistin
Hadersleben/Haderslev
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Museumsinspektorin Nynne Sanderbo Martinusen an der Wand, wo die Kalkmalereien befestigt werden Foto: Karin Riggelsen

Die Museumsinspektorin an der Schlosstraße 20 und 22 hofft, dass die geschichtsträchtigen Kalkmalereien noch vor Jahresende die „gute Stube“ des bekannten Architekten schmücken können.

Die Renovierung der Wandmalereien im Haus des Architekten Hercules von Oberberg wird voraussichtlich vor Ende des Jahres abgeschlossen. Museumsinspektorin Nynne Sanderbo Martinusen, die Abteilungsleiterin der beiden „Historie Haderslev“- Standorte an der Schlossstraße 20 und 22 ist, berichtete am Dienstag, dass die Konservatoren mit Hochdruck arbeiten, um die etwa 340 Jahre alten Kalkmalereien, die aus vier Fragmenten bestehen und auf denen zwei Ritter abgebildet sind, für den Transport nach Hadersleben vorzubereiten.

Die A.-P.-Møller-Stiftung gewährte Fördermittel

Die Renovierungsarbeiten wurden 2018 in Angriff genommen. Die wertvollen Malereien mussten überarbeitet werden, und mithilfe von Fördermitteln in Höhe von 500.000 Kronen von der Stiftung „A.P. Møller og Hustru Chastine Mc-Kinney Møllers Fond til almene Formaal“ konnte das ehrgeizige Projekt im Sommer 2018 eingeleitet werden. „Wir werden die restlichen Mittel für die Sanierung aufbringen müssen“, so die Abteilungsleiterin.

Ausstellung in von Oberbergs Haus Foto: Karin Riggelsen

Standort scheint gerettet

Die Dachorganisation „Historie Haderslev“ ist dabei, eine große Umstrukturierung der beiden Schlossstraßenstandorte durchzuführen. Während die Standorte bei Beginn der laufenden Haushaltsverhandlungen von einer Schließung bedroht schienen, können Nynne Sanderbo Martinusen und ihre Kollegen anscheinend bald aufatmen.

„Unser Standort scheint gesichert. Aber Genaueres wissen wir erst nach der 2. Haushaltslesung“, so Sanderbo Martinusen.

Innenwand verputzt

Zwei Konservatoren von „Nordisk Konservering“ in Lyngby waren in der Vorwoche in Hadersleben, um die Innenwand zu verputzen. Das Team hat sich eine neue Methode einfallen lassen. Sie kombinieren eine altbewährte Konservierungsmethode mit einer neuen Vorgehensweise, um die Malereien effektiver vor Feuchtigkeit zu schützen. Die vier Fragmente werden in Polyesterschalen eingebettet und mit Magneten an der Wand befestigt.

Schlossstraße bringt sich in den Fokus

Nynne Sanderbo Martinusen leitet den „Historie Haderslev“-Standort seit 1. März. Die 30-jährige Museumsinspektorin ist in der Domstadtkommune aufgewachsen und bringt, unter anderem aus ihrer Zeit in Aarhus, viele gute Ideen mit. Sie hat die Initiative dazu ergriffen, mit den anderen Gewerbetreibenden der Schlossstraße ein gemeinsames Weihnachts-Event zu veranstalten.

Die Vorbereitungen dafür sind angelaufen, und am dritten und vierten November-Wochenende werden die Ehlerssammlung und von Oberbergs Haus, Keramikerin Christina Friis, Slotsgade 25, Haderslevhus und Aage Birck und Heidi Guthmann Birck zu einem weihnachtlichen Event im Altstadtviertel einladen.

Die Schlossstraße bringt sich im November in den Fokus Foto: Karin Riggelsen
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