Baumaßnahmen in der Nordstadt

Weichen gestellt für Wiederaufbau des Stadttores

Weichen gestellt für Wiederaufbau des Stadttores

Weichen gestellt für Wiederaufbau des Stadttores

Hadersleben/Haderslev
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Der Kreisverkehr bei der Einweihung am 5. April 2019 Foto: Karin Riggelsen

Der kommunale Ausschuss für Plan und Umwelt gab grünes Licht für die Wiedererrichtung von Ole Videbæks Kunstwerk. Eine weitere Entscheidung: Der sogenannte Globus vom Sportfestival 2006 bleibt vorerst, wo er ist.

Ja zum alten Stadttor in Hadersleben: Mit einer Enthaltung stimmte der Ausschuss für Plan und Umwelt dem Wiederaufbau des Stadttores in Nähe des Weißen Wasserturmes sowie einer grasbewachsenen Grünfläche des neuen Kreisverkehrs zu.

Die sieben Mitglieder des Ausschusses unter Leitung des amtierenden Vorsitzenden Thomas Vedsted (Liberale Allianz) folgten somit dem vom Stadtrat abgesteckten Plan. Die veranschlagten Baukosten von 445.000 Kronen sind im Anlagevolumen des Kreisverkehrs (15,4 Millionen Kronen) enthalten.

Globus wird nicht den Kreisverkehr schmücken

Der sogenannte Globus, Wahrzeichen des Sportfestivals von „Danske Gymnastik- og Idrætsforeninger“ (DGI), das 2006 in der Domstadt abgehalten wurde, wird somit nicht seinen Standort auf die Insel des Kreisverkehrs wechseln.

Die Kommune hatte mehrfach Vorschläge von Bürgern erhalten, die das Wahrzeichen aus seinem Schattendasein an der Umgehungsstraße an eine prominentere Stelle vorschlugen. Die Verlegung des Stahlgerüsts mit einem Durchmesser von fünf Metern, hätte rund 100.000 Kronen betragen, schätzte die technische Verwaltung.

Haushaltskasse im Blick behalten

„Der Kommune stehen große Sparmaßnahmen ins Haus. Deswegen wäre es unverantwortlich, Geld in die Globus-Verlegung zu stecken. Wir müssen das Budget im Blick behalten. Der Globus verschwindet nicht“, so Vedsted.

Ob die Insel nur mit Gras besät wird oder sich in eine blühende Grünfläche verwandelt mithilfe von Stauden, werde sich bei der August-Sitzung des Ausschusses klären. Die Lösung mit der Staudenbepflanzung würde einen Mehrpreis von etwa 100.000 Kronen generieren, dafür wären die Wartungskosten aber billiger als bei einer Grasfläche.

Kultur- und Freizeitausschuss kann nicht weiterhelfen

„Eine eventuelle Standortverlegung vom Globus müsste vom Ausschuss für Kultur und Freizeit getragen werden“, erklärte Vedsted. Der Vorsitzende letzteren Ausschusses, Kjeld Thrane (Konservative Volkspartei), sagte am Donnerstag, dass man sich in seinem Ausschuss aktuell nicht mit dieser Frage beschäftige.

Thrane verwies auch auf die finanzielle Lage der Kommune, bestritt jedoch nicht, dass die Standortklärung eventuell zu einem späteren Zeitpunkt wiederaufgenommen werden könnte.

Künstler Videbæk wird den Aufbauprozess begleiten

Ole Videbæk, der Künstler, der 1992 das Stadttor zum 700-jährigen Bestehen der Stadt schuf, war am Donnerstag nicht über die aktuellen Beschlüsse informiert worden.

Der Kommune zufolge ist geplant, das Tor 2020, in Begleitung von Videbæk, aufzubauen. Die gelben Steine, mit denen das Tor gebaut wurde, konnten beim Abbruch im August 2018 nicht erhalten bleiben. „Ich weiß von nichts. Die Kommune hat mich seit geraumer Zeit nicht kontaktiert. Ich habe nur in den Medien gesehen, als das Tor abgebaut wurde. Es wundert mich nicht, dass man die Steine nicht erhalten konnte“, so Videbæk.

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