Knivsberg

Das Sommerdorf 2019 ist voll in Fahrt

Das Sommerdorf 2019 ist voll in Fahrt

Das Sommerdorf 2019 ist voll in Fahrt

Knivsberg /Knivsbjerg  
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Die Kinder hören der Märchenpädagogin (Christiane Frick) zu. Foto: Laure Saint-Alme

Auf dem Knivsberg sind aktuell die Kindergärten los. Die Bildungsstätte ist Schauplatz und Ausrichter des Sommerdorfes 2019. Insgesamt sind knapp 80 Kinder beim Pilotprojekt angemeldet.

Die Kindergartenkinder sind los auf dem Knivsberg. Etwa 80 Mädchen und Jungen nehmen vom 15. bis 26. Juli am diesjährigen Sommerdorf teil und spielen, was das Zeug hält.

Für die Kinder zwischen drei und sechs Jahren hält das Sommerdorf eine bunte Vielfalt von Aktivitäten bereit: Von Märchenerzählen, über Kreativarbeit bis hin zum sportlichen Austoben hält der Berg bereit, was Kinder sich wünschen. Und auch eine ordentliche Portion Spiel und Spaß darf natürlich nicht fehlen.

Das abwechslungsreiche Tagesprogramm ist gespickt mit Aktivitäten, wie dem Märchenerzählen von Märchenpädagogin Christiane Frick. Sie erzählt den Kindern von dem kleinen Mäuserich, der auf der Suche nach einer Mäusedame einige Bekanntschaften macht.

Kreativität, Bewegung und Sinneserfahrungen

Bei Maike Minor ist die Kreativität der Kinder gefragt. Hier werden aus Pappmachee und Kleister kleine Knivsberg-Blumen gebastelt. „Das ist toll. Wir haben zwei Wochen Zeit, was zu schaffen“, sagt die Entwicklungsmitarbeiterin über ihre Station. Die fertigen Blüten werden bemalt und auf Bretter in Knivsberg-Form geklebt und dürfen dann von den Kindergärten mit in ihre Häuser genommen werden.

Bei der Station Sinneserfahrung konnten die kleinen Entdecker fühlen, schmecken und raten, was das Zeug hält. Cordula Klein hat ihre Station mit Erbsenbad, Seifenblasen und Ton ausgestattet. „Besonders gut kommen die Seifenblasen an“, erzählt sie und lächelt. Sie und ihre Workshop-Kollegen haben jeweils 45 Minuten mit einer Kindergruppe, bevor die Gruppen weiter rotieren, insgesamt zwei Gruppen pro Vormittag.

Es sei toll zu sehen, wie sich die Kinder auf die verschiedenen Aktivitäten einlassen, sagt sie. Auch in der kommenden Woche wird sie die „Kreativ-Werkstatt“ betreuen, allerdings werden die Materialien dann teilweise wechseln.

Sämtliche Aktivitäten fanden am Mittwoch in der freien Natur statt. Foto: Laure Saint-Alme

Nach so viel Kreativität und neuen Eindrücken ist es Zeit für ein ordentliches Auspowern gemeinsam mit Sportlehrer Alex Søndergaard auf einem überdimensionalen Luftkissen. Ob Fangenspielen, Hüpfen oder Liegen auf der Matte – alles ist erlaubt. Beim Fangenspielen haben es die Kids hauptsächlich auf den Sportlehrer „abgesehen“ und rasen ihm über das Luftkissen hinterher.

Einen Rückzugsort und Sammelpunkt finden die Gruppen und ihre Begleitungen in den Sheltern und Zelten etwas abseits des Trubels. Pädagogin Petra Abel Hansen ist begeistert von dem Angebot und der Umsetzung des ersten Sommerdorfs: „Die Kinder sind glücklich, es gibt tolle Angebote, wir sind toll versorgt, und es gibt Platz für jeden.“ Die Shelter als Rückzugsorte zu nutzen findet sie eine gute Idee, denn „so kommen wir uns nicht in die Quere“.

Kinder von sieben verschiedenen Kindergärten nehmen am Sommerdorf 2019 teil. Foto: Laure Saint-Alme

Auch für Verpflegung über den Tag ist gesorgt: Neben Obst und Getränken stopft auch ein vom Knivsberg gestelltes Mittagessen die vom Spielen hungrigen Mäuler.

Die Stimmung und die Rückmeldungen zum ersten Sommerdorf fielen schon am Mittwoch durchweg positiv aus, das kann auch den Initiatoren, Bildungsstättenleiter René Schneider und Morlyn Albert, Leiterin der Deutschen Kindergärten Apenrade, gefallen. Für sie sei es wichtig gewesen, die Lehrpläne auch in den Ferien abzudecken, wie René Schneider dem „Nordschleswiger“ sagt.

Das Sommerdorf sei eine Möglichkeit zum Kennenlernen. „Wir möchten die Kinder so früh wie möglich den Berg kennenlernen lassen“, sagt Schneider weiter. Besonders freut er sich über die durchweg positive und entspannte Stimmung und die „tolle Arbeit“, die alle Beteiligten leisten und im Vorfeld geleistet haben.

Vom Bustransport durch die Firma Jürgensen über die Organisation und die Helfer bis hin zu den Pädagogen seien das „Zusammenarbeitspartner, wie man sie sich wünschen kann“. Auch im Jubiläumsjahr 2020 soll es ein Sommerdorf geben, allerdings in einer erweiterten Form. Die Generalprobe in diesem Jahr ist bislang ein voller Erfolg.

Lea (links) und Minna (rechts) trinken, um neue Energie zu tanken. Foto: Laure Saint-Alme
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