Region Süddänemark

Tietje: „In den vergangenen 20 Jahren ist es Freundschaft geworden“

Tietje: „In den vergangenen 20 Jahren ist es Freundschaft geworden“

Tietje: „In den vergangenen 20 Jahren ist es Freundschaft geworden“

Apenrade/Aabenraa
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Hans Philip Tietje (m.). Foto: Archivbild: DN

Der scheidende Vorsitzende des Ausschusses für dänisch-deutsche Zusammenarbeit der Region zieht eine positive Bilanz.

„Aus meiner Sicht sind die vergangenen vier Jahre seit Einrichtung des Ausschusses für dänisch-deutsche Zusammenarbeit sehr positiv verlaufen. Damit sage ich nicht, dass es schlecht ist, dass dieser Ausschuss des Regionsrates abgeschafft wurde“, so der scheidende Ausschussvorsitzende Hans Philip Tietje (Venstre) nach der gestrigen letzten Sitzung des Gremiums. „Die Aufgabe, die dänisch-deutsche Zusammenarbeit zu stärken, bleibt bestehen“, so Tietje und fügte hinzu, dass er hoffnungsvoll sei, wenn der Ausschuss für regionale Entwicklung des Regionsrates die weiterhin sehr wichtige Aufgabe für die Region übernimmt. Tietje zieht auch ganz persönlich eine positive Bilanz der vielen Zusammenkünfte mit Vertretern des Landes Schleswig-Holstein, der Kreise und der Kommunen südlich der Grenze.

„Am wichtigsten sind die Begegnungen zwischen den Menschen zu beiden Seiten der Grenze“, so Tietje und verweist ganz besonders auf das Interregprojekt Kurs Kultur mit vielen Mikroprojekten. „Die kulturelle Partnerschaft ist für mich das Wichtigste in der Zusammenarbeit über die Grenze. In den vergangenen 20 Jahren ist die Zusammenarbeit vielfach zu Freundschaft geworden“, so der Regions- und Kommunalpolitiker aus Behrendorf. Und auch eine Erkenntnis kann er an die „Nachfolger“ im künftig für die dänisch-deutsche Zusammenarbeit zuständigen Ausschuss des Regionsrates weitergeben: „Der Ausbau der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit erfordert einen langen Atem.“

Laufenden Bemühungen

Er erinnert an die seit Jahrzehnten laufenden Bemühungen, die Infrastruktur auszubauen, denn die Region Süddänemark und Nordschleswig sind wirtschaftlich sehr von einem Ausbau der Autobahn- und Eisenbahnverbindungen beim Nachbarn Schleswig-Holstein abhängig. Als einen Etappensieg erwähnt er die Aussicht auf eine sechsspurige neue Brücke über den Nord-Ostsee-Kanal bei Rendsburg, bei dem das deutsch-dänische Netzwerk aktiv gewesen ist.

Tietje hofft aber auch, dass grenzüberschreitend Barrieren auf dem Arbeitsmarkt, in den Sozial- und Gesundheitssystemen – hoffentlich auch in Sachen Grenzkontrollen – abgebaut werden. Er erinnert an die immense positive wirtschaftliche Bedeutung der Grenzpendler für das Grenzland.

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