Kultur

„NDR“ sendet auf Dänisch Online-Magazin „Grænzenlos“

„NDR“ sendet auf Dänisch Online-Magazin „Grænzenlos“

„NDR“ sendet auf Dänisch Online-Magazin „Grænzenlos“

Kiel
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Simone Mischke und Anders Køpke Christensen moderieren die neue Sendung „Grænzenlos“ die aus der deutsch-dänischen Grenzregion berichtet. Es kann aber nur als Online-Magazin empfangen werden. Foto: NDR

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Das Programm wird zusammen mit dem in Nordschleswig präsenten Sender „TV Syd“ produziert. Der „Norddeutsche Rundfunk“ erweitert sein Angebot auch auf dem Gebiet der Regionalsprachen Friesisch und Niederdeutsch.

Der öffentlich-rechtliche Sender „Norddeutscher Rundfunk“ (NDR) kommt der Vorgabe im „NDR“-Staatsvertrag von 2021 nach, die Regional- und Minderheitensprachen in seinem Sendegebiet stärker zu berücksichtigen.

Staatsvertrag fordert Sendungen in Regional- und Minderheitensprachen

Die norddeutschen Bundesländer hatten im Rahmen des neuen Staatsvertrages auch Forderungen der dänischen Minderheit und der friesischen Volksgruppe nach Berücksichtigung ihrer Sprachen erfüllt. Dazu hat sich Deutschland ebenso wie Dänemark mit der Unterzeichnung der Charta des Europarats zum Schutz der Minderheitensprachen verpflichtet. Allerdings werden die neuen dänischen und friesischen Sendungen ebenso wie die in der Regionalsprache Niederdeutsch überwiegend als Online-Magazin oder Videopodcasts verbreitet.

Premiere am 24. Mai

Am 24. Mai geht das neue dänisch-deutsche Onlinemagazin „Grænzenlos“ in Serie, ein Kooperationsprojekt des Landesfunkhauses Schleswig-Holstein mit dem dänischen Sender„ TV Syd“, Kolding, der aus Nordschleswig, Südschleswig und Südjütland berichtet. Das von Simone Mischke („NDR“) und Anders Køpke Christensen („TV Syd“) moderierte zweisprachige Magazin wird allerdings nur alle acht Wochen erscheinen. Dänische Passagen erhalten in den jeweils 25 Minuten langen Magazinen deutsche Untertitel.

Simone Mischke und Anders Køpke Christensen besuchen in der ersten Folge von „Grænzenlos“ den Museumshafen in Flensburg. Foto: NDR

In der ersten Folge besucht das Moderatorenteam den Flensburger Museumshafen. Neben „Grænzenlos“ gibt es unter dem Titel „Unerwäis“ jeweils einen deutsch untertitelten Videopodcast.

Friesische Volksgruppe im Alltag

Menschen aus der friesischen Volksgruppe werden in ihrem Alltag begleitet. Zur Stärkung des Niederdeutschen wird alle vier Wochen jeweils sonntags ab 11.30 Uhr im „NDR Fernsehen“ das Magazin „De Norden op Platt“ aus dem Landesfunkhaus Niedersachsen ausgestrahlt, in dem es um die „niederdeutsche Szene im ganzen Norden“ geht, wie der „NDR“ meldet.

Das Landesfunkhaus Kiel des „NDR“ ist Sitz der Zentralredaktion Niederdeutsch des Senders. Foto: NDR

Aus der Zentralredaktion Niederdeutsch des Senders in Kiel kommt die neue Doku-Reihe „Løppt bi uns“, und auf dem Digital-Kanal „NDR Schlager“ gibt es ein neues plattdeutsches Talk-Format mit Yared Dibaba.

Norddeutsche Identität

Der Direktor des Landesfunkhauses Schleswig-Holstein, Volker Thormählen, erklärt zu den neuen Sendungen: „Plattdeutsch und die Minderheitensprachen sind ein wesentlicher Teil der norddeutschen Identität – sie abzubilden ist für uns eine Herzensangelegenheit. Unsere beliebten Angebote auf Niederdeutsch waren immer schon stark. Auch Angebote auf Friesisch gehören bereits zum Programm. Nun bauen wir beides aus und bereichern das Angebot durch ein deutsch-dänisches Format, mit dem wir die Grenzregion noch stärker in den Blick nehmen.“ Der Sender teilt mit, dass bestehende Sendungen auf Friesisch und Niederdeutsch wie „Hör mal‘n beten to“ weiter gesendet werden.

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