Landesgartenschau

Sonderburg und Flensburg wollen „grenzenlose“ Gartenschau 2020

Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
Sonderburg/Flensburg
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Stephan Kleinschmidt will die Gartenschau an die Förde holen. Foto: Schleswigsche Partei

Eine Landesgartenschau entlang der Flensburger Förde – über die Grenze hinweg. Das plant Sonderburgs Kulturausschuss-Vorsitzender Stephan Kleinschmidt von der Schleswigschen Partei. Flensburgs Oberbürgermeisterin hat ihre Unterstützung bereits zugesagt.

Die schleswig-holsteinische Landesgartenschau kommt möglicherweise im Jahr 2020 auch nach Nordschleswig. Das hat der Vorsitzende des Ausschusses für Kulturelle und Regionale Entwicklung der Kommune Sonderburg, Stephan Kleinschmidt von der Schleswigschen Partei (SP), mitgeteilt. „Primärer Anlass der grenzüberschreitenden Landesgartenschau 2020 an der Flensburger Förde ist das 100. Jahr der Volksabstimmungen von 1920, durch die die heutige Grenze zwischen Sønderjylland und Schleswig-Holstein festgelegt wurde“, sagt Kleinschmidt.

Im Haushaltsvorschlag für das Jahr 2018 hat die Kommune Sonderburg bereits zunächst eine Million Kronen für die Vorbereitung des Projektes unter dem Motto „Blumen bauen Brücken - Eine grenzenlose Gartenschau“ vorgesehen. Doch Kleinschmidt will für seine Idee auch die anderen Gemeinden und Kommunen an der Förde mit ins Boot holen – also Langballig, Harrislee, Glücksburg und Flensburg sowie Apenrade.

Unterstützung von Flensburgs Oberbürgermeisterin

„Nach Gesprächen mit relevanten Akteuren – unter anderem auf kommunaler- und Regierungsebene – bin ich davon überzeugt, bis 2020 eine Schau vorbereiten zu können, die den Tourismus und die Wirtschaft in der Förderegion stärkt und etwas Bleibendes schafft, von dem insbesondere die Bürger profitieren werden“, sagt Kleinschmidt.

Unterstützung bekommen er und das Projekt von Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange: „Ich werde mein Möglichstes tun, damit dieses nachhaltige und grenzüberschreitende Projekt realisiert wird. Für mich wäre eine grenzüberschreitenden Landesgartenschau ein konkreter Ausdruck für das gewachsene Vertrauen und eine Würdigung des friedlichen Miteinanders von Mehrheit und Minderheit im deutsch-dänischen Grenzland.“

Die zweite Jahreshälfte 2017 soll laut Kleinschmidt nun dazu genutzt werden, das Konzept weiter zu entwickeln, sodass Anfang 2018 ein Antrag auf Förderung durch das Interreg Programm gestellt werden kann. „Herausforderung bei dem relativ kurzen Planungshorizont ist es, sinnvolles Maß aus Alt und Neu zu finden, um bis 2020 ein Event zu präsentieren, das den Erwartungen der Beteiligten sowie den vielen Besuchern gerecht wird“, so der SP-Politiker. Er spricht von einer regionalen wie dezentralen Ausrichtung der Schau mit Gartenkunst, Naturerlebnissen und Kulturangeboten an mehreren Veranstaltungsorten.

Zuletzt wurde 2016 in Eutin eine Landesgartenschau abgehalten. An 159 Tagen kamen rund 500.000 Besucher.

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